Sonntag, 25. April 2021

Isla del Ron Martinique (Clément) 2005 15 YO

 (the English part is below, just skip the German part)

 

Servus Leute!

Ja ich bin noch am Leben und das letzte Review ist schon eine kleine Weile her. Ich bin nach wie vor immer noch mit Nachforschung und Schreiben beschäftigt. Leider war die Zeit hierfür etwas kurz, da es momentan auf meiner Arbeitsstelle etwas turbulent zur Sache geht, aber das nur mal am Rande erwähnt. Das heutige Review dreht sich um einen Rhum Clément. Es ist der Isla del Ron Martinique (Clément) 2005 15YO!

Zur Abfüllung:

Es ist die 28. Abfüllung von Isla del Ron (IdR028) und dieser Rhum, zusammen mit dem Fiji, hatten mich sehr in ihren Bann gezogen. Zunächst einige historische Eckpunkte. Die Habitation Clément geht auf die Domaine de l`Acajou zurück, welchen ihren Usprung im Jahre 1770 auf Martinique hatte. Im Zuge des 19. Jahrhunderts, als der französische Rübenzucker das Leben der eigenen Kolonien schwer machte und sich auch noch dort selbst zentrale Zuckerfabriken etablierten, gaben die kleineren Hersteller immer mehr die eigene Zuckerherstellung auf und wechselten entweder den Besitzer, die Kultivierung oder sie produzierten Rhum für den lokalen Markt auf Martinique. Im Falle der Domaine de l`Acajou wurde aufgrund des Bankrotts des Eigners das Anwesen eingezogen und dieses von Homère Clément (1852-1923) im April 1887 aufgekauft. Er verkaufte sein geerntetes Zuckerrohr an die Usine François. Erst im Zuge des Rhum-Booms während des ersten Weltkrieges, in welchem die Importzahlen nach Frankreich geradezu explodierten, gründete Clément 1917 seine eigene Brennerei. Nach seinem Tod (1923) übernahm sein Sohn Charles Clèment (1973?) den väterlichen Betrieb. Die Marke „Rhum Acajou“ wurde erst 1930 erschaffen und u.a. ins französische Mutterland exportiert. Erst 1940 wurde „Rhum Clément“ zum ersten Mal verkauft, um den verstorbenen Gründer und Vater zu ehren. Charles beide Söhne stiegen in das Unternehmen ein. Einer der beiden Söhne, Georges-Louis Clément, leitete nach dem Tod des Vaters die Brennerei. Der anderer Sohn, Jean-José Clément, eröffnete eine Niederlassung in Bordeaux und kümmerte sich um die Vermarktung des Rhums. Angeblich führten familiäre Streitigkeiten und finanzielle Schwierigkeiten dazu, dass das Management des Unternehmens an die Cointreau-Gruppe übertragen wurde, was die Lage allerdings nicht wirklich verbesserte. Die Familie Clément entschied sich schließlich das Unternehmen 1986 zu verkaufen. Yves und Bernard Hayot kauften die Habitation samt ihrer Brennerei. Zwei Jahre später wurde der Betrieb dort eingestellt und die ursprüngliche Säulenanlage kam zur Rhumerie Du Simon, wo sich außerdem noch die Anlagen der ebenfalls geschlossenen Rhumerie von J. Bally und die der Habitation St. Etienne (Rhum de St. Etienne) befinden. Die Marke gehört heute der Groupe Bernard Hayot (kurz GBH), welche 1960 gegründet wurde. Die ursprüngliche Rhumerie der Habitaion Clément dient heute nur noch als Museum.

Laut dem Therumcollective werden die Rhums aus allen Stills in der Rhumerie Du Simon zur Erschaffung der Clément Rhums verwendet. Für die Rare Casks Reihe werden angeblich Rhums der ursprüngliche alten Anlage von Clément verwendet. Dies würde die Einzelfassabfüllungen von den Blends noch mehr unterschieden. Was sich in dieser Flasche befindet? Ich möchte hierauf zwar keine Wette abschließen, aber ich hoffe einmal auf einen Rhum der alten Anlage von Clément selbst, welcher 2005 in der Rhumerie Du Simon gebrannt wurde. Bei der Fermentation soll belgische Bäckerhefe zum Einsatz kommen. Dies behaupten zumindest zwei Quellen.


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Verkostung :

Preis: 89,00€ die 0,7l Flasche.

Alter: 15 Jahre.

Alkoholstärke: 49,8%vol.

Destillationsverfahren: Eine der Column Stills der Rhumerie Du Simon

Farbe: Bernstein.

Viskosität: Der Rum fließt in dicken Tropfen herab zum Glasgrund. Was zurück bleibt ist ein öliger Film.

Nase: Der Rhum durfte über eine Stunde im Glas atmen. Frisches Zuckerrohr mit einem leicht süßlichen Geruch entschwebt dem Glas. Die Nase ist sehr fruchtig. Es ist eine Mischung aus frisch geschnittener Ananas, reife Bananen und Papayas. Zumindest sind das die einzigen Früchte, die ich erkennen kann. Garniert werden diese Früchte von leckeren Honigaromen und einem Hauch Jod. Dazu gesellen sich noch dezente Eiche, Zedernholz und ganz dezente Esteraromen, die ich sonst eher mit einem Melasserum in Verbindung bringe. An der Glaskante erkenne ich medizinische Gerüche, Rauch, Holzkohle und süßes Karamell. Mir fällt absolut nichts vergleichbares zu diesem Profil ein. Dieser Rhum aus Martinique hat etwas ganz eigenartiges an sich. Tief im Glas wird die Süße nun schwächer und der Rum wirkt nun leicht säuerlich. In Verbindung mit den immer noch vorherrschenden Estern wird man hier ganz unbewusst an Hampden erinnert. Die Früchte und der Honig sind nun noch dominanter und konzentrierter vorhanden. Himbeeren? Brombeeren? Benetzt man das Glas mit frischen Rhum, dann taucht sofort die leckere Süße auf, die ich schon zu Beginn etwas weiter entfernt vom Glas erkennen konnte. Ein Hauch von Blumen und ein ganz angenehmer Rosenduft huscht dabei durch die Nase, bevor das Zuckerrohr und die Fruchtaromen an Dominanz gewinnen und diese Eindrücke restlos beiseite wischen. Dann verliert die Süße an Kraft und leichte säuerliche Ester vermischen sich langsam zu dem komplexen Geruchsprofil, dass man nach über einer Stunde erkennen kann. Ich muss gestehen die Nase ist sehr beeindruckend. Die Süße ist nicht zu aufdringlich, aber doch kräftig und überaus angenehm.

Gaumen: Zuerst flutet eine leichte Süße den Mundraum, bevor sich eine gewisse Säuerlichkeit breit macht. Dann brennt der Alkohol sanft auf der Zunge. Frisches Zuckerrohr, Ananas, Mangos, Papayas und Karamell überwältigen die Sinne. Mit dem Abebben des Brennens kommen Rosen zum Vorschein, mit dem bereits oben erwähnten Geschmack an Honig und Jod. Der Rum stimuliert den Speichelfluss und sorgt für eine rasche Verdünnung, wodurch neue Aromen auftauchen. Nun schmeckt man Eiche, Holzkohle, Zimt, bitteres Karamell und Rauch. Beim zweiten Schluck sind die Rosen am Gaumen deutlicher vorhanden. Säuerliche Brombeeren, Zuckerrohr, frische Ananas und Papayas. Der Alkohol brennt nun zwar etwas mehr, aber er ist immer noch sehr sanft am Gaumen. Die Süße ist zu Beginn äußert schwach und verschwindet rasch. Wieder erscheinen Eichenaromen vom Fass, bitteres Karamell, der Rauch eines Lagerfeuers und leicht säuerliche Esteraromen. Beim dritten Schluck ist keine Süße mehr vorhanden, sondern nur noch Zuckerrohr, exotische Früchte und säuerliche Ester. Medizinische Aromen gewinnen nun mehr an Kraft. Lagerfeuerrauch, Holzkohle und Honig, begleitet mit einem leicht säuerlichen Geschmack.

Abgang: Zuerst Gewürze, darunter Nelken, Zimt und Anis, gefolgt von Eichenaromen und Holzkohle. Am Ende verweilt ein Hauch von Ananas, Rosen und säuerlichen Estern auf der Zunge. Nach dem zweiten Schluck erkenne ich zuerst Rosen, Zuckerrohr, und rasch danach wieder Gewürze und die Fassaromen. Der Abgang ist nicht unendlich lang, aber auch nicht zu kurz. Nach dem dritten Schluck geballte Fassaromen. Als diese nachlassen erscheinen exotische Früchte, Rosen und mit Honig garniertes Zuckerrohr. Am Ende verweilen Gewürze und ein hauch von Eiche am Gaumen.


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Fazit: Mir fehlen geeignete Vergleichskandidaten. Ganz entfernt erinnerten mich einzelne Nuancen an andere Zuckerrohrsprituosen. Einen den ich hier erwähnen will, ist der Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO, den ich letztes Jahr hier vorgestellt habe. Die Esteraromen erinnerten mich ganz entfernt an einen Rum aus der Hampden Distillery, allerdings haben sie keine Gemeinsamkeiten. Als ich diesen Rhum das erste Mal verkostete, war ich absolut verblüfft und beeindruckt. Mir wurde von jemanden gesagt, dass dieser Stil nicht typisch für Martinique wäre. Diese Person hatte bereits sehr viele Rhum Agricole im Glas und deswegen vertraue ich auch dieser Aussage. Mit nur 15 Jahren verfügt diese Abfüllung über eine sehr hohe Qualität. Da ich aber noch nicht die tropisch gereiften Rare Casks von Clément kenne, möchte ich die Bewertung nicht zu hoch ansetzen. Der einzige Vergleich, den ich mit diesem Isla del Ron hatte, war der Homère Clément Cuvée Speciale mit 44%. Dieser schmeckte allerdings anders. Er hatte immer noch die Kombination aus Zuckerrohr, Rosen, Jod und exotischen Früchten, aber die blumigen Aromen waren deutlicher vorhanden und auch der Zedernholzgeruch. Allerdings werde ich das Gefühl nicht los, dass die heutige Abfüllung anders ist, als der Cuvée Speciale. Ob es nur an der Reifung liegt vermag ich nicht herauszudeuten. Er war aufgrund seiner 44% definitiv dezenter. Rhum Clément hat meine Aufmerksamkeit gewonnen. Wann ich mir die Rare Casks zulegen werde kann ich noch nicht sagen. Ich kann allerdings nur hervorheben, dass der geforderte Preis von 89,00€ im Vergleich zu den Rare Casks (um die 100€ für 0,5l) nicht zu schlagen ist, bzw war. Das einzige Manko dieser Abfüllung war die geringe Auflage von nur 42 Flaschen. Zum Zeitpunkt, als ich diese Zeilen schrieb, waren aber immer noch 11 Flaschen verfügbar. Ich bereue meine Flaschen auf jeden Fall nicht. Die gelieferte Qualität macht diese Abfüllung zu einem guten PLV-Kracher. Ansonsten kann, bzw. konnte man hier absolut nicht meckern. Rhums wie diese müssen keinen direkten Vergleich mit Rums des britischen Stils fürchten. Die Qualität ist auf Augenhöhe und der Geschmack ist erfrischend anders. Nach 15 Jahren war dieser Rhum ein Gaumenschmeichler. Die 49,8%vol sind mir zu keiner Zeit negativ aufgefallen. Bedenken sie allerdings, dass ich Rums in Fassstärke immer bevorzugen werde. Dies ist das einzige Manko, welches viele Abfüllungen aus Martinique für mich immer noch haben. Sie dümpeln bei 40-42%vol. Das macht die Rare Cask Collection von Clément für mich so interessant. Ich bin gespannt, welche Edelsteine ich noch aus den französischen Antillen finden werde. Meine Neugier ist jedenfalls geweckt. Bis demnächst!

 

Marco Freyer

(92/100)





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Hello folks!

Yes, I'm still alive and the last review was a little while ago. I am still doing research and writing. Unfortunately, the time for this was a little short, as things are a bit turbulent at my job at the moment, but I only mentioned that in passing. Today's review is about a Rhum Clément. No official bottling. It's the Isla del Ron Martinique (Clément) 2005 15YO!

The Bottling:

It is the 28th bottling of Isla del Ron (IdR028) and this Rhum, together with the Fiji, had me very much under its spell. First some historical key points. The Habitation Clément goes back to the Domaine de l`Acajou in Martinique, which goes back to 1770. In the course of the 19th century, when French beet sugar made life difficult for their own colonies and central sugar factories established themselves there, the smaller manufacturers (Ihabitations) increasingly gave up their own sugar production and either changed owners, cultivated them or produced rhum for the local market in Martinique. In the case of the Domaine de l`Acajou, the property was confiscated due to the bankruptcy of the owner and it was bought by Homère Clément (1852-1923) in April 1887. He sold his harvested sugar cane to the Usine François. It was only in the course of the rhum boom during the First World War, in which the import figures to France exploded, that Clément founded his own distillery in 1917. After his death (1923), his son Charles Clèment († 1973) Took over his father's business. The “Rhum Acajou” brand was only created in 1930 and exported to mainland France, among others. The brand “Rhum Clément” itself was created in 1940 in honor of the late founder and father. Charles's two sons joined the company. One of the two sons, Georges-Louis Clément, ran the distillery after the death of their father. The other son, Jean-José Clément, opened a branch in Bordeaux and took care of the marketing of their rhum. Allegedly, family disputes and financial difficulties led to the management of the company being transferred to the Cointreau Group, but this did not really improve the situation. The Clément family finally decided to sell the company in 1986. Yves and Bernard Hayot bought the Habitation and its distillery. Two years later, operations ceased there and the original column still came to the Rhumerie Du Simon, which also houses the stills of the also closed Rhumerie of J. Bally and the Habitation St. Etienne (Rhum de St. Etienne). Today the brand belongs to the Groupe Bernard Hayot (GBH for short), which was founded in 1960. The original rhumerie of the Habitaion Clément now only serves as a museum.

According to Therumcollective, the rhums from all stills in the Rhumerie Du Simon are used to create the Clément rhums. The Rare Casks range is said to use rhums from the original old Clément still. This would distinguish the single cask fillings even more from the blends. What's in this bottle? I don't want to bet on this, but I hope it is a rhum from the old Clément still, which was distilled in 2005 on the premises of the Rhumerie Du Simon. Belgian baker's yeast is said to be used in the fermentation. At least two sources claim this.


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Tasting :

Price: € 89.00 the 0.7l bottle.

Age: 15 years.

ABV: 49.8% abv.

Process of distillation: One of the column stills from the Rhumerie Du Simon.

Colour: Amber.

Viscosity: The rum flows down to the bottom of the glass in thick drops. What remains is an oily film.

Nose: The rhum was allowed to breathe in the glass for over an hour. Fresh sugar cane with a slightly sweet smell floats away from the glass. The nose is very fruity. It's a mix of freshly cut pineapple, ripe bananas, and papayas. At least those are the only fruits I can recognize. These fruits are garnished with delicious honey aromas and a hint of iodine. In addition, there are subtle oak, cedar wood and very gentle ester aromas, which I usually associate with a molasses rum. On the edge of the glass I can smell medicinal aromas, smoke, charcoal and sweet caramel. I can think of absolutely nothing comparable to this profile. There is something very peculiar about this rhum from Martinique. Deep in the glass, the sweetness is now weaker and the rum is now slightly sour. In connection with the still prevailing esters, one is subconsciously reminded of Hampden. The fruits and honey are now even more dominant and concentrated. Raspberries? Blackberries? If you wet the glass with fresh rhum, the delicious sweetness appears immediately, which I was able to recognize a little further away from the glass at the beginning. A touch of flowers and a very pleasant scent of roses flits through the nose before the sugar cane and the fruit aromas gain dominance and these impressions are completely driven aside. Then the sweetness loses its strength and slight acidic esters slowly mix into the complex odor profile, which eventually become the odor profile that I described above. I have to admit the nose is very impressive. The sweetness is not too intrusive, but strong and extremely pleasant.

Palate: First, a slight sweetness floods the mouth, before a certain sourness begins to spread. Then the alcohol burns gently on the tongue. Fresh sugar cane, pineapple, mangoes, papayas and caramel overwhelm the senses. As the alcohol burning dies down, roses appear with the taste of honey and iodine. The rhum stimulates the flow of saliva and ensures a rapid dilution, whereby new aromas emerge. Now you can taste oak, charcoal, cinnamon, bitter caramel and smoke. With the second sip, the roses are more prominent on the palate. Sour blackberries, sugar cane, fresh pineapple and papayas. The alcohol burns a little more now, but it is still very gentle on the palate. The sweetness is extremely weak at the beginning and quickly disappears. Again oak aromas from the barrel, bitter caramel, the smoke of a campfire and slightly sour ester aromas appear. With the third sip there is no more sweetness, only sugar cane, exotic fruits and sour esters. Medicinal flavors now gain more strength. Campfire smoke, charcoal and honey, accompanied by a slightly sour taste.

Finish: First spices, including cloves, cinnamon and anise, followed by oak aromas and charcoal. At the end, a hint of pineapple, roses and sour esters lingers on the tongue. After the second sip, I first recognize roses, sugar cane, and quickly afterwards again the spices and barrel aromas. The finish is not infinitely long, but not too short either. After the third sip, concentrated barrel aromas. As these subside, exotic fruits, roses and sugar cane garnished with honey appear. At the end, spices and a hint of oak linger on the palate.


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Conclusion: I am missing suitable candidates for a comparison. Very distantly, individual nuances reminded me of other sugar cane spirits. One that I want to mention is the Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO, which I reviwed last year. The ester flavours reminded me of a rum from the Hampden Distillery, but they have nothing in common. When I tasted this rhum for the first time, I was absolutely amazed and impressed. I was told by someone that this style was not typical of Martinique. This person has already had a lot of Rhum Agricole in the glass and that's why I trust this statement. With only 15 years, this bottling has a very high quality. But since I am not yet familiar with the tropically matured rare casks from Clément, I do not want to set the scoring too high. The only comparison I had with this Isla del Ron was the Homère Clément Cuvée Speciale with 44%abv. It tasted different, however. It still had the combination of sugar cane, roses, iodine, and exotic fruits, but the floral aromas were more prominent and so was the cedarwood smell. However, I can't shake the feeling that today's bottling is somewhat different from the Cuvée Speciale. I am unable to say whether it is only due to the different maturation. It was definitely more subtle because of its 44%abv. Rhum Clément caught my attention. When I'll get the rare casks I can't say yet. However, I can only emphasize that the required price of € 89.00 compared to the rare casks (around € 100 for 0.5l) cannot or was not to be beat. The only drawback of this bottling was the limited edition of only 42 bottles. At the time I wrote these lines, there were still 11 bottles available. I definitely don't regret my bottles. The quality delivered makes this bottling a very good bargain. I can't really complain here. Rhums like this should never fear a comparison with British style rums. The quality is on par and the taste is refreshingly different. After 15 years this rhum was a flatterer. I never noticed the 49.8%abv. But keep in mind, however, that I will always prefer rums in cask strength. This is the only shortcoming that many bottlings from Martinique still have in my opinion. They bob at 40-42%abv. This is what makes the Clément's Rare Cask Collection so interesting for me. I am curious to see which further gemstones I will be able to find from the French Antilles. In any case, my curiosity is aroused. Up soon!


Marco Freyer

(92/100)



Sonntag, 28. März 2021

Isla del Ron Fiji (St. Pacific) 2001 19 YO

(the English part is below, just skip the German part)


Servus Leute!

Willkommen zu einem weiteren Review auf B.A.M.. Ich habe mir mit dieser und einer weiteren Abfüllung sehr viel Zeit gelassen und einige Tastings veranstaltet, um für mich auf Nummer sicher zu gehen. Jetzt da kmeine Meinung steht, möchte ich euch diesen Rum nicht mehr vorenthalten. Heute geht es um den Isla del Ron Fiji (St. Pacific) 2001 19 YO!

Zur Abfüllung:

Der letzte Isla del Ron auf diesem Blog stammte aus der Zeit vor meiner Pause und kam aus Barbados. Es war der Isla Del Ron Barbados (Mount Gay) 2000 16 YO. Es gab einige Rums dieses Abfüllers, die sich bei mir ins Gedächtnis gebrannt haben. Das waren zwei Mount Gay’s (2013, 2016) und ein Guyanese (1988). Den Long Pond (1982) habe ich damals verschmäht, was ich heute als Fehler ansehe. Aber das ist lange her und damit auch Geschichte. In meiner Auszeit habe ich diesen Abfüller, so wie viele andere Dinge, aus den Augen verloren. In diesem Jahr kamen wieder einige Abfüllungen auf den Markt. Einer dieser ist die heutige Abfüllung. Der zweite Rum dieser Neuerscheinungen wird auch aller Voraussicht nach im nächsten Review kommen. Aber heute gilt unsere Aufmerksamkeit Fiji. Von der heutigen Abfüllung gab es 165 Flaschen und es war die 27. des Abfüllers (Cask IdR 027). Auf den Blog haben es einige Rums dieser Destillerie geschafft. Von The Rum Cask stammte der letzte allerdings aus dem Jahre 2016 und war der The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 15YO (59,3%). Den The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO (55,7%) und den The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 19YO (54,8%) hatte ich mir in meiner Auszeit gekauft und nie öffentlich bewertet. Der Beste aller dieser Rums war jedoch der The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO. Der Nachfolger hatte am Gaumen eine sehr komische Geschmacksnuance, die ich mit einem sehr hohen Fasseinfluss in Verbindung brachte. Er kam nicht an den Vorgänger heran. Die neueste Abfüllung, der The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2003 17YO (58,6%), hat ein Fass-Finish und auch dieser kommt nicht an den 18jährigen aus 2019 heran. Hier störte mich sogar der Einfluss des Finishs. Dieser Einfluss geht allerdings immer mehr zurück, je mehr Luft in der Flasche kommt und je mehr Zeit man dem Rum gibt. Für mich ist dieser Fiji leider nichts. Wer mehr auf Rauch und medizinische Aromen abfährt, für den war der Blackadder Finest Fiji Rum South Pacific Distillery2001 11YO vermutlich bisher der Beste Fiji. Wer dagegen mehr Reife, also mehr Honig und Teer mag, für den dürfte der The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO einer der Besten Fijis gewesen sein. Der 15jährige ging schon in diese Richtung, hatte aber nicht diese Reife. Vielleicht gab es noch andere Perlen von dieser Insel, die meiner Aufmerksamkeit (in meiner Auszeit) komplett entgangen sind. Es gab z.B. noch den Blackadder Finest Fiji Rum South Pacific Distillery 2009 9YO, den ich als Sample in einer damaligen Teilung allerdings ergattern konnte. Auch diesen Rum habe ich nicht öffentlich bewertet. Er hat mehr Rauch (weil sehr jung) und gefühlt sehr wenig Honig am Gaumen, aber das offizielle Review hierzu steht noch aus. Der Jahrgang 2009 hat durchaus Potenzial, aber der bisher beste Jahrgang, ist in meinen Augen 2001. Zumindest nach den Abfüllungen die ich besitze und auch verkosten konnte. Ist diese Abfüllung nun wie der 19jährige von The Rum Cask und hat eine bittere Geschmacksnuance? Oder war es bei diesem Fass ein Einzelfall? Die Volumenprozente generieren da mehr Hoffnung als Bedenken. Schaun mer mal. Auch zum neuen SBS Rum Fiji (St. Pacific Distillery) 2009 11YO (57%) kann ich nichts sagen. Mein Fokus lag auf dieser Abfüllung.

 

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Verkostung :

Preis: Die 0,7l Flasche kostet 88.90€. Er ist 4 Wochen nach Release immer noch zu haben.

Alter: Ein offizielles Alter gibt es nicht. Der Rum wurde 2001 auf Fiji destilliert und Ende letzten Jahres (2020) abgefüllt und kam Ende Februar / Anfang März auf den Markt. Aufgrund des späten Abfüllzeitpunktes nehme ich die 19 Jahre einfach mal an.

Alkoholstärke: 57,2%vol. Damit liegt er unter dem 15jährigen von The Rum Cask, aber immer noch über dem 18jährigen.

Destillationsverfahren: Pot Still.

Farbe: Dunkler Bernstein.

Viskosität: Der Rum fließt träge am Glas entlang. Es bleibt ein schmieriger Film haften, indem man viele kleine Partikel sehen kann.

Nase: Der Rum durfte über eine Stunde lang atmen. Reife Bananen, garniert mit Honig, Vanille und einem Hauch Teer entströmen dem Glas. All diese Nuancen werden von sehr dezenten Esteraromen durchzogen, die in der Nase kitzeln. Näher am Glas wird der Teer dominanter. Dazu kommt nun auch frisch geschnittene Ananas, verbunden mit einem leicht säuerlichen Duft. Weit entfernt vom Glas schweben Karamell, Vanille, Nelken und minimal Teer. Tief im Glas rieche ich medizinische Anklänge, die aber sehr von Ananas, Teer, reifen Bananen und sauren Estern durchzogen sind. Der Alkohol ist nach dieser langen Zeit so gut wie nicht mehr präsent. Nach längerer Zeit erkenne ich noch Eiche, Holzkohle und Nelken. Benetzt man das Glas frisch mit Rum, dann riecht man zu Beginn ganz schwache Raucharomen. Ganz deutlicher dagegen ist eine Mischung aus einer feinen Süße und leicht säuerlichen Ester zu erkennen. Nach einigen Sekunden gewinnen Ananas, Bananen und Papayas die Oberhand. Durchzogen werden diese fruchten Aromen von sehr delikaten Honigaromen und Bienenwachs, während im Hintergrund Teer und Tabak lauern. Zuckerrohr garniert mit Honig? Der Alkohol kitzelt nun leicht in der Nase. Die Süße und die Säure halten sich fast die Waage. Atmet man den Rum schneller ein, dann verstärken sich die medizinischen Komponenten. Der Rum ist und bleibt aber sehr fruchtig. Die Nase kann mich schon einmal sehr begeistern. Aber kann er auch am Gaumen und im Abgang punkten?

Gaumen: Zuerst flutet eine leichte Süße den Mundraum, dicht gefolgt vom Alkohol, der nun sanft am Gaumen brennt. Nun schmeckt der Rum leicht säuerlich. Es kommen Ananas, reife Bananen, Nelken, Gewürze und frisches Zuckerrohr zum Vorschein. Der Alkohol verschwindet. Nun schmeckt man Eiche und ganz minimal Holzkohle. Beim zweiten Schluck zuerst medizinische Anklänge, Ananas, Rauch und Honig. Dann wird der Teer dominanter. Wieder Nelken, Vanille, Tabak, Holzkohle und Eiche. Der Speichelfluss wird gut angeregt. Nach dem dritten Schluck Nelken, Ananas, Butter, Banane, Bienenwachs und delikater Honig. Raucharomen und Teer gewinnen nun die Oberhand, bevor diese Aromen von Gewürzen und Fassaromen verdrängt werden. Der Rum brennt nur sanft am Gaumen. Dieses Brennen wird von einer ganz angenehmen Süße begleitet, die anschließend in einen leicht säuerlichen Geschmack mündet. Diese Säure neutralisiert sich im Laufe der Zeit am Gaumen und gibt weitere Aromen frei. Ich bin nicht imstande dieses äußert komplexe Geschmacksprofil wortgetreu niederzuschreiben. Es gibt noch viele andere Aromen, welche in rascher Abfolge über die Zunge rasen und die ich nicht wirklich einordnen kann.

Abgang: Nach dem ersten Schluck äußerst starke Honigaromen. Dazu kommt nach wenigen Sekunden der Teer. Karamell, Vanille, Tabak und Gewürze huschen über den Gaumen. Ein Hauch von sehr reifen Bananen, Honig und Teer bilden den Abschluss. Nach dem zweiten Schluck zuerst Vanille, Nelken, dann wieder Tabak und Karamell. Reife Bananen, überzogen mit süßem Honig, sehr starken Teer und Eiche folgen. Der Abgang gewinnt nach jedem Schluck an Kraft und wird immer ausdrucksvoller. Nach dem dritten Schluck spüre ich nun ein ganz sanftes Brennen im Hals. Honig, Teer, Gewürze und medizinische Nuancen bilden den Anfang. Dann reife Bananen, Mangos, Vanille und Nelken. Auch diese Aromen sind mit Honig geradezu durchtränkt. Jetzt schmeckt man am Ende auch Anis von der Fasslagerung. Der Rum ist leicht trocken im Abgang und hat keine nennenswerte Bitterkeit. Lässt man den Rum überhaupt nicht lange im Mund verweilen und schluckt ihn zügig hinunter, dann explodieren die Aromen im Abgang und im Hals. Eine sehr schöne Erfahrung, aber dazu wäre der Rum zu eigentlich zu schade.


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Fazit: Das ist einer der bisher ausdrucksstärkste Rum aus Fiji, wenn es um Honig, Ester und Teer geht, wobei der Honig in meinen Augen die dominanteste Geschmackskomponente ist. Diese „Honigbombe“ zündet aber erst wirklich, sobald man den Rum hinunterschluckt. Dann entfaltet er sein volles Potenzial. Ich werde hier unvermeidlich an „Rockley“ erinnert. Aber dieser Stil aus Fiji ist einfach anders. Für den Teer fehlt mir der Vergleich. Die medizinischen Einflüsse sind bei einem Vergleich mit dem Blackadder Finest Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 11YO wesentlich schwächer, aber dafür sind viele andere Aromen hinzugekommen. Ich konnte ihnen nicht einmal alle Geschmacksnuancen auflisten, da ich viele nicht erkennen konnte. Diese Abfüllung ist für mich eindeutig bisher der beste Fiji. Er vereint eine sehr gute Reife, welche nicht zu dominant ist und den Rum nicht mit einer leichten Bitterkeit beeinflusst hat, welche mir beim The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 19YO negativ auffiel. Wer mehr Rauch und medizinische Anklänge sucht, der wird diese Abfüllung nicht mögen. Wer allerdings wie ich die Honigaromen, die Ester und den Teer zu schätzen weiß, und den The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 15YO und den The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO mochte, der wird hier einen würdigen Nachfolger finden, nur ist der Abfüller dieses Mal ein anderer. Beim ersten Tasting vor 4 Wochen war ich hin und weg, wollte mich aber nicht zu einem vorschnellem Review und einem Vorurteil hinreißen lassen. Rums aus Fiji mit einer sehr guten Reife, wurden bisher nur von The Rum Cask abgefüllt. Ich finde es durchaus schön, dass sich ein weiterer deutscher Abfüller an dieses Land heranwagt, welches noch immer von vielen Connaisseuren verschmäht wird, oder von Experten, die es eigentlich besser wissen sollten, überhaupt nicht beachtet wird, weil er nicht aus der Karibik sondern aus dem Pazifik stammt. Diese Abfüllung zeigt, was ein gut gereifter Fiji leisten kann. Das einzige, was diese Qualität in meinen Augen derzeit toppen könnte, wäre eine völlig tropisch gereifte Variante. Bei all dem Enthusiasmus muss ich sie aber warnen, verehrter Leser. Ich bevorzuge Rums in Fassstärke. Wenn ich diesen Rum als mild und wenig alkoholisch bezeichne, dann sollten sie diese Tatsache berücksichtigen. Hierzu möchte ich eine kleine Anekdote erzählen: Ich erinnere mich noch heute an einen Moment in Garmisch-Partenkirchen (2017), wo ich mir bei unserem Treffen ein Glas des Velier Port Mourant PM 1993 Full Proof 13YO einschenkte und jedem meiner Freunde die Flasche anbot. Ich erntete nur blanke Gesichter. Niemand wollte diesen Rum trinken. Zugegeben, dieser Port Mourant Rum ist sehr extrem. Aber es sollte ihnen verdeutlichen, welchen Typ Rum ich bevorzuge. Die heutige Abfüllung ist bei weitem nicht so extrem wie der PM 1993, aber dennoch mit 57,2%vol ausgestattet und ganz sicher nicht harmlos. Ist er ein brachialer Rachenputzer? Auf keinen Fall! Brauchen sie diesen Rum? Das müssen sie selbst wissen. Diese Entscheidung kann und will ich ihnen nicht abnehmen. Sie müssen für ihr Geld ebenso hart arbeiten wie ich. Mir war es diese Abfüllung wert.

Ich bin nach wie vor am Schreiben des nächsten Updates. Es gestaltet sich leider etwas umfangreicher und komplexer, als ich es geahnt habe. Meinen ersten Veröffentlichungstermin, den ich gegenüber wenigen Personen mündlich erwähnte, ist nicht mehr einzuhalten. Allerdings bekomme ich nun einen guten Vorgeschmack auf das größere Werk. Ich bitte euch weiterhin um Geduld und wünsche euch allen einen schönen Sonntag!

 

Marco Freyer

(94/100)




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Hello folks!

Welcome to another review on B.A.M.. I wanted to take my time with this rum and another one. In order to make the next review I organized a few tastings to be on the safe side. Now that I have an opinion, I don't want to withhold this rum from you any longer. Today’s review is about the Isla del Ron Fiji (St. Pacific) 2001 19 YO!

The Bottling:

The last Isla del Ron on this blog was from before my break and came from Barbados. It was the Isla Del Ron Barbados (Mount Gay) 2000 16 YO. There were some rums from this bottler that stuck in my memory. That was two Mount Gay’s (2013, 2016) and one Guyanese (1988). I spurned the Long Pond (1982) back at the time, which I see as a mistake today. But that was a long time ago and therefore history. During my time off, I lost sight of this bottler, as well as I lost sight off many other things. Some were important. Mistakes were made. This year some new bottlings were released which were quite interesting. One of these is today's bottling. The second rum of these new releases will most likely come in the next review. But today our attention is laid on Fiji. Today's bottling is consisting of 165 bottles and it was the 27th of the bottler (Cask IdR 027). I've made some reviews on B.A.M-.regarding the rums made in this distillery. The last one was from The Rum Cask, however, and it was released in 2016. It is The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 15YO (59.3%). I did buy The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO (55.7%) and The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 19YO (54.8%) during my time-off, but never made the reviews. The best of all these rums, however, was The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO. The successor had a very strange taste nuance on the palate, which I associated with a very high barrel influence. He couldn't get close to its predecessor. The latest bottling, The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2003 17YO (58.6%), has a cask-finish and even this one not come close to the 18-year-old from 2019. Here I was even bothered by the influence of the finish. However, this influence decreases the more air comes into the bottle and the more time you give the rum. This Fiji new TRC Fiji is simply not made for me. If you are more into smoke and medicinal flavors, then the Blackadder Finest Fiji Rum South Pacific Distillery 200111YO was probably the best Fiji so far for you. For those who like more maturity, i.e. more honey and tar, The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO should have been one of the best in Fiji. The 15 year old was already going in this direction, but did not have this maturity. Perhaps there were other pearls from this island that completely escaped my attention (during my time off). For example, there was the Blackadder Finest Fiji Rum South Pacific Distillery 2009 9YO, which I was able to get as a sample in a bottle sharing at that time. I did not rate this rum publicly either. It has more smoke (because it is very young) but very little honey on the palate, but the official review is also still pending. The 2009 vintage certainly has potential, but the best vintage so far is in my opinion 2001. At least according to the bottlings that I own and I have been able to taste. Is this bottling like the 19 year old from The Rum Cask and has a bitter off taste? Or was it an isolated incident with this barrel? The volume percentage of this Isla del Ron gives me hope. But: Lets wait and see. I also can't say anything about the new SBS Rum Fiji (St. Pacific Distillery) 2009 11YO (57%) either. My focus was on this bottling.


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Tasting :

Price: The 0.7l bottle costs € 88.90. It is still available 4 weeks after the release.

Age: There is no official age. The rum was distilled in Fiji in 2001 and bottled at the end of last year (2020) and hit the market in late February / early March. Due to the late bottling time, I simply assume the age of 19 years.

ABV: 57.2% vol. This puts him below the 15 year old from The Rum Cask, but still above the 18 year old.

Process of distillation: Pot still.

Colour: Dark amber.

Viscosity: The rum flows slowly along the glass. A greasy film sticks to it in which you can see many small particles.

Nose: The rum was allowed to breathe for over an hour. Ripe bananas, garnished with honey, vanilla and a hint of tar escape the glass. All these nuances are permeated by very subtle ester aromas that tickle the nose. Closer to the glass, the tar becomes more dominant. In addition, there is now freshly cut pineapple, combined with a slightly sour scent. Far away from the glass are caramel, vanilla, cloves and a little bit of tar. I smell medicinal flavours deep in the glass, but these are very infused with pineapple, tar, ripe bananas and sour esters. After this long time, the alcohol is practically no longer present. After a long time I can still recognize oak, charcoal and cloves. If you wet the glass freshly with rum, you can smell very faint smoke aromas at the beginning. On the other hand, a mixture of a fine sweetness and slightly acidic ester can be smelled more clearly. After a few seconds, pineapples, bananas and papayas gain the upper hand. These fruity aromas are permeated by very delicate honey and beeswax, while tar and tobacco lurk in the background. Sugar cane garnished with honey? The alcohol is now slightly tickling the nose. The sweetness and the acidity are almost in balance. If you inhale the rum faster, then the medicinal components are more noticable. The rum is and remains very fruity. So far so good. The rums is very promising. But can it also score points on the palate and in the finish?

Palate: First, a slight sweetness floods the mouth, followed closely by the alcohol, which now gently burns on the palate. Now the rum tastes slightly sour. Pineapples, ripe bananas, cloves, spices and fresh sugar cane appear. The alcohol disappears. Now you can taste oak and a very small amount of charcoal. With the second sip first medical flavours, pineapple, smoke and honey. Then the tar becomes more dominant. Again cloves, vanilla, tobacco, charcoal and oak. The flow of saliva is well stimulated. After the third sip, cloves, pineapple, butter, banana, beeswax and delicate honey. Smoke aromas and tar now gain the upper hand before they are displaced by spices and aromas from the barrel. The rum burns only gently on the palate. This burning is accompanied by a very pleasant sweetness, which then leads to a slightly sour taste. This acid neutralizes itself over time on the palate and releases further aromas. I am unable to write down every single nuance of this flavour profile. There are many other flavours that race across the tongue in quick succession and I can't really classify them.

Finish: Very strong honey after the first sip. In addition, the tar comes after a few seconds. Caramel, vanilla, tobacco and spices flit across the palate. A touch of very ripe bananas, honey and tar form the end of the finish. After the second sip, first vanilla, cloves, then tobacco and caramel again. Ripe bananas, coated with sweet honey, very strong tar and oak follow. The finish gains in strength after every sip and becomes more and more expressive. After the third sip, I now feel a very gentle burning sensation in my throat. Honey, tar, spices and medicinal nuances are the beginning. Then ripe bananas, mangoes, vanilla and cloves. These aromas are also soaked in honey. Now at the end you can also taste the anise from the barrel. The rum is slightly dry in the finish and has no noteworthy bitterness. If you don't let the rum linger long in your mouth and swallow it quickly, the flavours will explode in the finish and in the throat. A very nice experience, but the rum is too good for just a quick sipping.


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Conclusion: This is by far the most expressive rum from Fiji to date when it comes to honey, esters and tar, with honey being the most dominant flavour component in my opinion. This “honey bomb” only really ignites as soon as you swallow the rum. Then it unfolds its full potential. I'm inevitably reminded of "Rockley". But this Fiji style is different. I have no comparison for the tar. The medicinal influences are much weaker when compared to the Blackadder Finest Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 11YO, but many other flavours have been added. I couldn't even list all the flavour nuances because I couldn't make out many of them. For me, this bottling is clearly the best Fiji so far. It combines a very good maturity, which is not too dominant and has not influenced the rum with a slight bitterness, which I noticed negatively when sipping The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 19YO. If you are looking for dominant smoke and medical notes, you will not like this bottling. However, if you like the honey, esters and tar, and liked The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 15YO and The Rum Cask Fiji Rum South Pacific Distillery 2001 18YO, you will find todays bottings as a worthy successor, only this time the bottler is different. At the first tasting 4 weeks ago I was blown away, but didn't want to get carried away with a hasty review and too much prejudice. Rums from Fiji with a very good maturity have so far only been bottled by The Rum Cask. I think it's really nice that another German bottler is venturing into this country, which is still spurned by many connoisseurs, or ignored at all by experts who should know better because it is not from the Caribbean but originates from the Pacific. This bottling shows what a well-matured Fiji can do. The only thing that, in my opinion, could currently top this quality would be a completely tropical-matured rum. With all this enthusiasm, I have to warn you, dear reader. I prefer cask strength. If I describe this rum as mild and not very alcoholic, then you should take this fact into account. I would like to tell you a little anecdote about this: I still remember a moment in Garmisch-Partenkirchen (2017) when I poured myself a glass of the Velier Port Mourant PM 1993 Full Proof 13YO at our meeting between 11 a.m. and 12 p.m. I offered the open bottle to all my friends. I only got blank faces. Nobody wanted to drink this rum. Admittedly, this Port Mourant rum is very extreme. But it should make you clear, dear reader, what kind of rum I do in fact prefer. Today's bottling is nowhere near as extreme as the PM 1993, but it still has 57.2%vol and is thewrefore certainly not harmless. Is the rum a brutal throat cleaner? No, it is not! Do you need this rum? You have to decide that for yourself. I cannot and will not make this decision for you. You have to work hard for your money as well as I do. It was worth my money.

I'm still writing the next update. Unfortunately, it turned out to be a bit more extensive and complex than I expected it to be. My first publication date, which I mentioned only to a few people, can no longer be maintained. However, I now get a good experience for the bigger work ahead of me. Please be patient. I wish you all a very nice Sunday!


Marco Freyer

(94/100)