Sonntag, 30. November 2014

The Rum Swedes Diamond Distillery 2003 9 YO

(the English part is just below, just skip the German part)

Servus und willkommen zum heutigen Review ;)

Nach unseren kleinen Ausflug in fremde Gefilde ist es mal wieder Zeit für einen Demerara. Dieses mal kommt eine sehr junge Abfüllung zur Verkostung. Aus deren Batch gab es in den letzten Monaten einige Rums. Ich werde auch noch einige hieraus vorstellen, aber zuerst befassen wir uns mit einem Rum aus Schweden.

Zur Abfüllung:

Quelle: Masterofmalt.com
Die Rede ist vom The Rum Swedes Diamond Distillery 2003 9 YO. Diese Abfüllung war die zweite mir bekannte Abfüllung aus diesem Jahrgang. Die erste stammt aus Frankreich und war der L'Esprit Diamond Distillery 2003 7 YO Fass 58. Von diesem französischen Abfüller gab es bereits einen Rum hier auf dem Blog. Als nächstes kam die heute Abfüllung aus Schweden. Beide Abfüllungen wurden im Dezember 2003 destilliert und sind für mich aus ein und demselben Batch. Alle Rums nach 2000 aus Guyana von Demerara Distillers Limited tragen nur noch Diamond Distillery auf dem Label, was eine Identifizierung sehr schwer macht. Die Brennereien von Uitvlugt und Enmore sind Geschichte, auch wenn deren brauchbares Inventar zur Diamond Distillery kam. Hinzu kommt noch die Tatsache, das in letzter Zeit vermehrt Rum-Stile aufgetaucht sind, die bisher noch nicht abgefüllt wurden oder unbekannt sang- und klanglos untergingen. In dieser Flasche könnten nun alle möglichen Stile enthalten sein und deswegen werde ich hier auch nicht die Kristallkugel auspacken und eine Vermutung anstellen. Vielleicht kann der Rum selbst etwas sagen, aber rein von den gegebenen Daten ist eine Aussage nur verdammt schwer bis unmöglich zu machen. Eine weitere Information kann ich hier allerdings hinzufügen, die nirgends erwähnt wurde. 

Dieser Rum ist derselbe wie der The Rum Dealers Selection Diamond Distillery 2003 11 YO. Zwar wird bei der Abfüllung 12 Jahre angegeben, dies stimmt allerdings nicht. Woher ich das nun wiederum weiß? Die Abfüllung von Herrn Bonn stammt aus Fass-Nummer 62. Einen Teil desselben Fasses wurde auch von jemand anderem abgefüllt und zwar von Bulettenschmied (Besitzer des „Gasthaus im Brühl“) aus der Rum-Community. Sein Rum stammt aus demselben Fass (Nr. 20), hat dieselbe Trinkstärke (62,5%vol.) wie der Rum vom Brühlerwhiskyhaus und wurde im Juli abgefüllt und stammt aus 2003. Puh! Wozu also jetzt die ganze Arbeit und Herleitung der Daten? Herr Bonn gibt auf dem Label an, dass dieser Rum in einer Column Still hergestellt wurde. Soweit so gut, aber DDL hat leider Gottes mehr als eine hiervon und kann mit diesen kontinuierlichen Brennblasen eine unglaubliche Fülle an Stilen herstellen (Diamond, Blairmont, Albion, Enmore „EHP“, ect.). Diese Information schließt also lediglich alle Stile aus den hölzernen Vat Stills von Versailles und Port Mourant aus. Also leider kein neuer Nachfolgejahrgang der berühmten Jahrgänge 1974, 1975 und 1989, welche besonders geniale Abfüllungen aus der Port Mourant Still, bestehend aus zwei Vats, hervorbrachten.
Was könnte dies hier also nun sein? Ich denke wir belassen es bei den bisher gesammelten Informationen und widmen uns dem Rum aus Schweden selbst wieder zu. Er stammt aus Fass-Nr. 19 (welch Ironie auch noch das Vorgängerfass zu Nr. 20 aus Deutschland) und dieses brachte nach 9 Jahren noch 230 Flaschen hervor. Soviel zur Datengrundlage. Auf geht’s zur Verkostung!

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Verkostung TheRumSwedes Diamond Distillery 2003 9 YO: 

Preis: Bei MastersofMalt kostet die Pulle £66,67. Das sind rund 84 €. Ein mehr als stolzer Preis für 9 Jahre. Dieser ist aber den in Schweden herrschenden Alkoholsteuern zu schulden. Es steckt kein Geldgier dahinter. Ich kenne außer MastersofMalt auch keine weitere Bezugsquelle.

Alter: Destilliert im Dezember 2003 und abgefüllt im Juni 2013. Das nicht erwähnte Alter beläuft sich also auf 9 Jahre.

Alkoholstärke: Die Trinkstärke des Rums beträgt noch 60,9%vol. Hierbei handelt es sich wohl noch um die originale Fassstärke.

Destillationsverfahren: Aus der obigen Herleitung ergibt sich in meinen Augen eine kontinuierliche Brennblase (Column Still). Leider habe ich nicht alle Informationen zum Label und kann dies nicht verifizieren.

Farbe: Der Rum erstrahlt in tiefen Mahagoni im Glas. Offensichtlich ein gefärbter Rum. So etwas ist aus der Diamond Distillery keine Seltenheit und war auch im 19. Jahrhundert eine gängige Praxis unter den Pflanzern in British Guiana.

Viskosität: Am Glasrand bildet sich eine kleine Krone, von der dicke Tropfen langsam herabfließen. Die Öligkeit ist dem Anschein nach hoch.

Nase: Der Alkohol brennt sich zuerst tief in die Nase ein. Dies könnte einige Genießer eventuell stören. Sie wird nach einigen Sekunden Stehzeit allerdings schwächer. Diese Geruchskomponente ist allerdings nicht die Dominanteste. Dicke Melassearomen durchsetzt mit Kräutern und schwache Frucht, wenn man seine Nase tief ins Glas eintaucht. Weiter davon entfernt erkenne ich Jod und Tabak. Auch Gewürze wie Nelken schweben im Glas. Der Rum versprüht eine verhaltene Fuchtigkeit. Sind das Papayas im Hintergrund? Schwenkt man das Glas und tauscht seine Nase sofort hinein, merkt man die Frucht nach wenigen Sekunden am besten, bevor sie von den anderen Aromen auch schon wieder regelrecht verdrängt wird. Nach längere Standzeit kommt das Jod immer mehr zur Geltung. Rieche ich hier auch grasige Aromen? Ich bin mir hier nicht zu 100% sicher ob das Zuckerrohr ist. Diese Kombination aus Melasse, Kräutern, Jod und verhaltener Frucht sind das dominierende Geruchsbild nach wenigen Minuten. Der Rum macht einen sehr kompakten Eindruck.

Gaumen: Der Rum ist leicht süßlich und brennt, für meine Verhältnisse, nicht sehr am Gaumen. Ich schmecke dicke Melasse, Kräuter und sehr schwache Fruchtaromen. Nach einigen Sekunden verschwindet der leicht süße Eindruck mit dem Alkohol und der Jodgeschmack kommt durch die Speichelverdünnung des Rums immer mehr zum Vorschein. Der Rum ist nun nur noch leicht kräuterig und schwach bitter. Nun schlagen die Gewürze, darunter Nelken, voll durch und die Frucht ist fast verschwunden. Leider ist der Rum, wie zuvor in der Nase, sehr kompakt. Vielleicht auch noch eine Spur Tabakblätter. Man merkt das junge Alter. Die Fassreife ist definitiv ein wenig zu kurz gekommen. Man schmeckt dominante Melasse und Gewürze. Mehr kann ich leider nicht erkennen. Der Rum ist einfach zu kompakt. Man hätte ihm eine längere Zeit im Fass gönnen sollen. Ich hatte fast das Gefühl leichte Raucharomen neben den Gewürzen zu schmecken.

Abgang: Melasse und Kräuter bilden den Anfang des Abgangs. Dann kommen die Gewürze und minimale Fassaromen zum Vorschein. Keinerlei Süße im Abgang. Nun huschen kurz Früchte über den Gaumen, bevor sie auch schon wieder verschwinden. Wieder ein vager Hauch von Zuckerrohr. Dann kommen die Gewürze wieder voll zur Geltung. 

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Fazit: Tja, was soll ich sagen. Bis vor wenigen Wochen (ich besitze das Sample schon länger) war ich sicher, dass es ein originaler Diamond ist. Diese Information habe ich auch so weitergegeben. Dies bereue ich nun eindeutig. Warum? Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher, um was genau es sich hier nun handelt. Es ist wie bei einem Blindtasting und Mutter Natur. Man glaubt sie zu kennen und zu beherrschen und dann passiert das was passieren muss: Sie tritt einem überraschend in den Arsch und erinnert einen daran, dass man gar nichts weiß und nichts unter Kontrolle hat. Kaum glaubt man sich im Bereich der Demeraras auszukennen wird von irgendeinem Abfüller ein Rum veröffentlicht der absolut nicht ins Bild passt und man fängt wieder bei Null an. Einen solchen Demerara Rum habe ich neuerdings von Cadenhead gekauft und diesen Stil kenne ich in keinster Weise. Ich werde hier keinen Blick in die Kristallkugel wagen was den Stil (das Mark) betrifft. MastersofMalt schreibt, dass dies ein Rum aus einer Pot Still ist. Woanders finde ich diese Information allerdings nicht. Er schmeckt und fühlt sich aber wie ein Rum aus einer der Column Stills bei Diamond an.


Es gibt hier nun in meinen Augen drei theoretische Möglichkeiten. Ich habe den Rum mit drei Rums von Velier verglichen. Zwei Rums mit Diamond (1993 & 1996) und ein Rum mit Enmore (1998) auf dem Label. Alle drei stammen aus Column Stills. Mit den Diamonds hat diese Abfüllung nur zu Beginn etwas gemein. Selbst bei Beginn riechen sie anders. Nach längerer Standzeit sind sie komplett verschieden. Auch am Gaumen gibt es Unterschiede. Bei der zweiten Möglichkeit wird’s jetzt interessant: Selbst nach einer längeren Standzeit ist die Ähnlichkeit mit dem Enmore 1998 in der Nase verblüffend. Sicher, die Reife ist unterschiedlich (11 Jahre kontinental versus 9 Jahre tropisch), aber die Ähnlichkeit ist einfach erschreckend. Der Enmore riecht und schmeckt allerdings intensiver nach Kräutern. Dieses Phänomen kenne ich auch von Rums des Stils „VSG“ (Versailles). Je mehr Reife desto mehr Kräuter. Dies könnte beim Enmore genauso sein. Zu gern würde ich das Mark auf dem Fass dieses Rums wissen. Der Rum könnte also aus dieser alten Coffey Still stammen. Über den Stil wage ich einmal keine Aussage. Die dritte Möglichkeit wäre, dass es sich hier um einen anderen Stil handelt. Wobei wir dann wieder bei meinem obigen Statement bezüglich Mutter Natur wären. 

Aufgrund der billigeren Alternativen aus Deutschland kann ich den Rum aus Schweden leider keine Empfehlung geben. Die Qualität ist ordentlich, aber sie rechtfertigt diesen Preis nicht (für 9 Jahre kontinental rund 84€? Nein Danke.), was aber an den in Schweden herrschenden Steuern liegt. Wer allerdings einen frischen und jungen Demerara einmal probieren möchte, der sollte zu diesen Rums aus diesem Batch greifen. Viel besser als das miserable 1998er Batch aus Uitvlugt ist er. Ich habe bewusst auf eine Verdünnung verzichtet, weil nach einigen Sekunden im Mund der Rum enorm an Kraft verliert. Bei einer Verdünnung will ich mir das Ergebnis nicht vorstellen. Dafür fehlt ihm die Komplexität einer Langzeitlagerung, verbunden mit der Oxidation und der Interaktion mit dem Holz. Mit einer qualitativ höheren Fassreife aus einem aktiven Fass könnte dieser Rum wirklich etwas werden. Hoffentlich wird nicht sofort alles abgefüllt sondern man erlaubt einigen Fässern noch länger ihren Rum zu behalten. Man schmeckt seine Leichtigkeit, die jedoch nicht zu flach geworden ist. Bei einer Verdünnung würde diese wohl voll durchschlagen und den Rum ruinieren, weswegen ich auch hierauf verzichte. Bei einem Vergleich mit dem Rum aus Fass-Nummer 20 zeigt sich für mich, dass beide gefühlt zu 95% identisch sind, wobei der aus Fass-Nummer 20 etwas weniger Reife im Vergleich hat. Für mich ist es derselbe Stil und somit derselbe Batch. Bitte vergleichen sie diesen allerdings nicht mit dem 2003er Batch aus dem Duncan Taylor zwei Fässern (Fass Nr. 71 & Fass Nr. 72) abgefüllt hat. Dieser gefärbte Rum hier ist ein vollkommen anderes Geschmackserlebnis als der ungefärbte Rum aus einer Pot (Vat) Still von Duncan Taylor. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!

Marco

Anmerkung: Wenn ein Unabhängiger Abfüller die Färbung nicht erwähnt, dann zu 100% deswegen, weil er die Information nicht bekommen hat. Diese Rums werden in Guyana gefärbt und nicht von igrendeinem Warenlagerbesitzer oder dem Importeur in Europa. Sie repräsentieren ein Produkt der Diamond Destillerie.


Nachtrag 27.02.2016: Dies ist tatsächlich ein "Diamond".Durch zwei Quellen bekam ich das Mark des Batches mitgeteilt. Eine allerdings wollte, dass ich nichts darüber schreibe, aber da es nun durch das Gasthaus im Brühl eine zweite Quelle gibt, welche offen das Mark auf Facebook gepostet hat, kann ich nun auch hierzu etwas schreiben. Das dunkle Diamond Batch von 2003 ist "MDSL" (Main Diamond SL) und könnte etwas mit dem Mark <S> zu tun haben, welches auch unter Velier gebottled wurde. Vielleicht eine leichte (Light) Variante? Wer weiß.



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Hello and welcome to today's review ;)

After our little excursion into foreign countries in the last review, it is time again for a Demerara rum.This time it is a very young bottling. There were already a few releases in the last few months of this batch. I will also review some of those other releases, but first we deal with this rum from Sweden.

The Bottling: 

Quelle: Masterofmalt.com
Todays review will be about The Rum Swedes Diamond Distillery 2003 9 YO. This bottling was the second known one to me coming from this vintage. The first came from France and was the L'Esprit Diamond Distillery 2003 7 YO. We already had a rum from this French bottler on the blog. The next bottling was this one from Sweden. Both bottlings were distilled in December 2003 and are from the same batch. All rums distilled from 2000 on have only “Diamond Distillery” on the label, which makes it really difficult to identify the different styles of the rums. The distilleries of Uitvlugt and Enmore are literally history. The useful equipment was brought to Diamond and only some rum barrels were left in the old stock-house at Uitvlugt. This and the fact that many unknown styles were being distilled and bottled in the past. There could be any style in this bottle, which is precisely the reason why I will not unpack the crystal ball and make a wild guess based on nothing but a guess. Perhaps the rum will tell us more. Only relying on the giving data from the bottler will get us nowhere I'm afraid. However, based on the information from another bottler, regarding this batch, we can add a few informations to the review. 

This other bottling was the Rum Dealers Selcetion Diamond Distillery 2003 11 YO, but with an age statement of 12 years on the label. The barrel had the number 20. How does that help us? There was also another bottling produced by Bullettenschmied, a member of the Rum-community.de and owner of the “Gasthaus im Brühl”. His bottling was from the same barrel (#20) and had the same drinking strength of 62,5%abv as the one from Mr. Bonn. A barrel-sharing it seems like. The owner of the barrel sold shares of it to different bottlers. That way you are minimizing the risk of sitting on too much bonded money if the bottling does not sell well. Phew! So why now all the work and calculations of the data? Mr. Bonn indicates on the label that this rum was produced in a continous still. So far so good, but unfortunately DDL has a lot of these stills on their premises and can produce many different kind of styles with them (like Diamond, Blairmont, Albion, Enmore "EHP", ect.). You can exclude the styles made with a vat still like Versailles and Port Mourant. So this rum is sadly not a successor of the famous vintages of 1974, 1975 and 1989, which were all famous bottlings made with the Port Mourant double vat still. So what style is in this bottle? I think we will stick to the gathered information. The rum from Sweden comes from the barrel #19 (the predecessor barrel of the German barrel-sharing from #20) and tit produced after 9 years of maturing 230 bottles. So muh for the bottlings. Now we will finally begin with the review of the rum itself. Let's go...


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Tasting TheRumSwedes Diamond Distillery 2003 9 YO:

Price: A bottle bought from MastersofMalt osts about £ 66.67. These were around € 84. A big price for a little bit of 9 years. This is, however, owe to the conditions prevailing in Sweden due to high taxes. There's no greed behind it. I do not know any other source except MastersofMalt.

Age: This rum was distilled in December 2003 and bottled in June 2013. The age is 10 years.

ABV: The drinking strength of the rum is 60.9%abv. This is probably the original cask strength.

Process of distillation: From the above mentioned results this rum is in my opinion made in a continuous still (column stills). Unfortunately I did not get any information on the label and this can not be verified.

Colour: The Rum shines in deep mahogany. Obviously a coloured rum. Something not uncommon from the Diamond Distillery and this practice can be traced back to the 19th century among the planters in British Guiana.

Viscosity: At the edge of the glass a small crown is forming. Streaks are flowing down slowly and form thick drop on the glass wall. The oiliness is apparently high.

Nose: First the alcohol burns deep into the nose. Some connoisseurs won't probably like that. The alcohol is however weaker after a few seconds of breathing. However, this odor component is dominating in the nose. Thick molasses interspersed with forest honey and bitter oranges dominate the overall picture when dipping the nose deep into the glass.Further away I recognize iodine and tobacco. Also spices like cloves are floating in the glass. The rum exudes a restrained fruitiness. Are there papayas in the background? If you swing the glass and dip your nose quickly inside, then you will realize the fruit at its best before it is being displaced by the other flavors again after a few seconds.After a long time breathing the iodine becomes more and more dominant. I also smell herbs or slightly grassy flavors? I'm not 100% sure if these are cane-flavours. This combination of molasses, honey, iodine and restrained fruit are the dominant odor profile after a few minutes. The rum is very compact.

Palate: The rum is slightly sweet and is not burning intensely on the palate. Well, at least for me. I taste thick molasses, honey and very weak fruit flavors such as bitter oranges. After a few seconds the slightly sweet impression disappears with the alcohol and the iodine comes through the saliva dilution of the rum in the mouth. The rum is now slightly herbal and very slightly bitter. Now the spices including some cloves fully coming through and the fruit is almost gone. The rum is almost compact as it was in the nose. However, you will notice the young age. The barrel maturation in those 10 years is definitely a little short. You can taste dominant molasses and spices. Unfortunately I can not taste anything more than that. The rum is to compact. This rum should have been allowed to sit a few more extra years in the barrel before bottling. I almost had the feeling to taste mild smoke flavor in addition to the spices.

Finish: Molasses and spices form the beginning of the finish. Then the spices and minimal barrel flavors do emerge. No sweetness in the finish. Short fruit are barely noticeable on the palate, before they quickly disappear again. Again, the spices are coming into play. 

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Conclusion: Well, what can I say? Until a few weeks ago (I own the sample a little bit longer) I was sure that it is an original Diamond. I have passed this information to certain people. Now I regret this decision. Why? I'm not sure what exactly it is in here now.It's like a blind-tasting and Mother Nature. You think you know everything and that you have mastered it and then happened what must happen: Mother Nature performs a surprisingly kick in your ass and reminds you that you know nothing and have nothing under control. You think you know quite a lot about the Demerara rums and the styles and suddenly, out of nowhere, a bottler is releasing a rum which does not fit into the picture and you start over from scratch. Such a unknown stlye was recently bought by me from the independent bottler Cadenhead and I do not recognize the style at all. I will not draw the crystall ball and perform a quick look into it to predict the style (mark). MastersofMalt writes that this is a rum from a pot still. I do not find this information anywhere else, however. It tastes and feels like but a rum from one of the Column Stills at Diamond. 



Imho, there are now three theoretical possibilities. I compared the rum rum with three of Velier. Two rum with Diamond (1993 & 1996) and one rum with Enmore (1998) on the label. All three are from column stills. The Diamonds have only in the beginning something in common with this bottling. But even at the beginning they smell different. After a long time of breathing they are completely different. The second possibility is now very interesting: even after 20 minutes of breathing the similarity with the Enmore 1998 are very great. Sure, the maturity is different (11 years continental versus 9 years tropical), but the resemblance is quite simply appalling. The Enmore smells and tastes more intense of herbs. This phenomenon, I also know of rums of style "VSG" (Versailles). The more maturity the more herbs are in the rum. This could be just the same with Enmore. I really would like to know the marks on the barrel of this rum.The third possibility: This is a different and unknown style. In this case we are at my above statement regarding Mother Nature.

I can not give any recommendations for the rum from Sweden, because of the cheaper alternatives from Germany. The quality is decent, but it does not justify that price (9 years continental? No thanks.). The main reason are the taxes in this country. However, if you want to try a fresh and young Demerara, then you should resort to these rums from this batch. It is far better than the miserable 1998-batch from Uitvlugt. I deliberately omitted a dilution of this rum, because it enormously loses power after a few seconds on the palate. At a dilution I do not want to imagine the result. It lacks, the complexity of a long-term storage associated with the oxidation and the interaction with the barrel. However, this rum could develop quite good in an more active barrel and a few more years in it. Hopefully not everything is being immediately bottled the next few years. I would like to see the result and a rum from this batch with a higher age statement. You can taste the lightness of this batch, which is not, however, completely flat. But a dilution would seriously hamper the bottling and ruin the rum imho. In a comparison with the rum cask #20 shows that both rums are almost identical. But #20 was less active then the barrel which produced this bottling. In my opinion it is the same style and thus the same batch. Please compare this not with the batch from the 2003s which has been bottled by Duncan Taylor (cask #71 & cask #72). This colored rum here is a completely different in taste than the uncoloured rum from the Port Mourant Vat Still bottled by Duncan Taylor. I wish you a nice Sunday! 

Marco

Addendum 28.02.2016: This is really a "Diamond". After two independent sources I was able to get the specific mark for this bottling. The Mark for the dark Diaomnd batch of 2003 is "MDSL" (Main Diamond SL). It could be a Version of the Mark <S> bottled under the supervision of Velier. Maybe a Light version? Who knows.

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