Sonntag, 7. März 2021

Magnífica Reserva do Patrão Cachaça 2014 6 YO

 (the English part is below, just skip the German part)


Servus Leute!

Lange ist es her seit meinem letzten Review und natürlich war ich nicht untätig. Das kommende Update für B.A.M. macht Fortschritte. Nach langer Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, den zweiten Cachaça auf meinem Blog zu präsentieren. Es ist der Magnífica Reserva do Patrão Cachaça 2014 6 YO.

Zur Abfüllung:

Bisher habe ich nur den Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO vorgestellt und für sehr gut befunden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Reviews war nur noch eine einzige Flasche bei Perola erhältlich. Lange genug hat der Ausverkauf ja auch gedauert. Gut zwei Jahre war die Abfüllung schon auf dem Markt. Dieser Cachaça kam erst letztes Jahr auf den Markt und wurde eigens von Magnífica für Perola zum 10-jährigen Bestehen (2010-2020) abgefüllt. Wird diese Abfüllung das Niveau halten können? Wir werden sehen. Im Vergleich zum Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13Y, welcher nur 94 Flaschen umfasste, verfügt diese Abfüllung 162 Flaschen. Bedenkt man, dass die erst genannte Abfüllung für gute zwei Jahre verfügbar war, so hoffe ich wahrlich nicht diese Abfüllung im Jahr 2022 noch im Shop von Perola sehen zu müssen. Zugegeben: Je länger eine Abfüllung vorhanden ist, desto gemächlicher und einfacher ist der Einkauf. Man muss nicht wie verrückt die F5-Taste hämmern und sich keinen Tag hierfür freinehmen. Glaubt mir. Ich weiß wovon ich hier schreibe. Bedenkt man den Hype gewisser Abfüllungen der letzten Monate, dann ist es wahrlich eine willkommene Abwechslung einmal in Ruhe einkaufen zu können. Allerdings möchte ich auch das für Nachschub an erstklassigem Cachaça gesorgt wird. Werden diese Abfüllungen nicht verkauft, dann wird sich der Importeur dies mehrmals überlegen, einen weiteren „Ladenhüter“ ins Haus zu holen. Bei einem Hype hingegen kann man sich sicher sein, dass der Abfüller noch mehr bringen wird, falls er an die Fässer kommt. Alles im Leben hat also Vor- und Nachteile.

Magnífica mit ihrer Fazenda do Anil befindet sich im heutigen Bundeststaat Rio de Janeiros. Die sehr frühen Zeitzeugen in Brasilien schweigen, wenn es um die Existenz von Zuckermühlen (Engenhos) in der Capitania Rio de Janeiro geht. Erst die Jesuiten Fernão Cardim (1625) 1583 und José de Anchieta (1597) im Jahre 1585 erwähnen beide unabhängig voneinander drei Engenhos in der Capitania Rio de Janeiro. Um diese Zeit gab es in den Capitanias Pernambuco und Baía über 100 dieser damals noch kostspieligen Mühlen, welche vorzugsweise mit Wasser aus nahen Bächen oder Flüssen angetrieben wurden. Da der Zuckerpreis in jener Zeit (noch) äußert lukrativ war, wurde alles in Zucker umgewandelt und nach Europa verschifft. Im Zeitraum von 1611-1620 wuchs die Zahl langsam auf 23. Nach der holländischen Invasion von Pernambuco in den 1630igern explodierte die Anzahl der Mühlen in der Capitania Rio de Janeiro. In der Periode 1641-50 gab es bereits 98 Zuckerrohrmühlen. Mit der Vertreibung der Holländer und der Rückeroberung Pernambucos wurde das Wachstum aber nicht gestoppt. Bis zur Periode 1691-1700 gab es 131 Zuckerrohrmühlen. Doch der Aufbau war nicht mehr so kostspielig wie im 16. Jahrhundert. Die Mühlen waren nun kleiner und günstiger. Außerdem wurden in den meisten dieser Mühlen kein Zucker mehr hergestellt. Der Leser ahnt es schon. Der Großteil dieser kleinen Pressen fabrizierte Cachaça, sowohl für den einheimischen Markt in den Goldminen bei Minas Gerais (westlich von Rio de Janeiro), welche Ende des 17. Jahrhunderts ein wahres Goldfieber entfachten, als auch für den Sklavenhandel in Luanda. Die brasilianischen Behörden versuchten die Auswüchse des Konsums in den Goldminen natürlich zu reduzieren. Unterbinden konnten sie ihn allerdings nicht wirklich. Auch die Jesuiten versuchten die Einheimischen Brasiliens vor dem Konsum dieses Feuerwassers zu schützen, indem sie Einfuhrverbote in die betroffenen aldeias der Indianer forderten und auch bekamen. Der illegale Handel bestand trotzdem fort. Mit dem Zuwachs an Bedeutung des Cachaça im 17. Jahrhundert war es praktisch unmöglich geworden, dessen Konsum zu senken. Das Verbot von Cachaça scheiterte schon Mitte des 17. Jahrhunderts. Das 1679 erlassene Importverbot nach Angola verschwand 1695. Es wurde weitestgehend umgangen und war de facto wirkungslos.


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Verkostung :

Preis: 69,00€ die 0,7l Flasche.

Alter: Der Cachaça wurde im Februar 2014 hergestellt und im Februar letzten Jahres (2020) für Perola abgefüllt.

Alkoholstärke: 46%vol.

Destillationsverfahren: Das Produkt wurde mit einer „Alambique Alegria“ hergestellt.

Farbe: Sehr dunkler Bernstein.

Viskosität: Sehr ölig. Die Flüssigkeit fließt nur träge zurück zum Glasgrund. Es verbleibt ein schmieriger Film auf dem Glas.

Nase: Nach über eine Stunde entströmen feine Kokosnussaromen, vermischt mit Zuckerrohr und unraffiniertem Rohrzucker dem Glas. Dazu gesellen sich noch Karamell, ein Hauch Vanille, Anis und eine sehr geringe Nuance von Holzkohle. Aromen von Mangos, Zitrusfrüchten und ein sehr schwacher Hauch von Bananen, runden das Geruchsprofil ab. Weiter weg vom Glas entfernt erkenne ich nun auch noch Leder. Tief im Glas schweben Anis, eine Priese Zimt, Eiche, frisches Zuckerrohr und Kokosnussaromen. Orangen? Benetzt man das Glas frisch mit dem Cachaça, dann sticht zuerst leicht der Alkohol. Erst dann kann man einen Hauch von Kokosnüssen und Zuckerrohr erhaschen. Dieser Cachaça braucht wahrlich seine Zeit im Glas. Die Nase startet sehr verhalten. Dies mag zum Teil seinem zu jungem Alter geschuldet sein. Nach knapp einer Minute kommen reife Früchte wie Bananen, eine Nuance Honig, Anis und frisches Zuckerrohr hinzu. Erst nach einer knappen Stunde kann man sein volles Potenzial  riechen.

Gaumen: Zuerst Karamell, Anis und, Eiche den Gaumen. Der Alkohol brennt sanft im Mund. Dann schmeckt man wunderschöne Zuckerrohraromen, vermischt mit Gewürzen wie Zimt, dann Leder und Holzkohle. Beim zweiten Schluck Klebstoffaromen, Eiche, Bananen, Zimt und Nelken. Nur kurz kann man Kokosnüsse erahnen. Dann Leder, Karamell, Anis, Nelken und altes Holz. Beim dritten Schluck starke Klebstoffaromen, schwach Kokosnuss, Tabak, Leder, Zimt, Eiche und medizinische Geschmackskomponenten, die ich nicht wirklich zuordnen kann. Rauch, Tabak und Holzkohle nach etwas längerer Zeit. Die Früchte in der Nase sind am Gaumen leider weniger präsent. Die Fassreife hat den Cachaça sehr geprägt. Man denkt zuerst eine leichte Süße zu schmecken, die aber rasch verschwindet und die Gewürze dem Rum einen leicht herben Geschmack verleihen. Er hat weder eine nennenswerte Süße, noch stark saure Komponenten und erst recht keine große Bitterkeit. Das Profil hält sich noch in Balance. Ein wahrer Gaumenschmeichler. Bedenken sie aber bitte, dass diese Aussage von einem Connaisseur kommt der Fassstärke bevorzugt.

Abgang: Zuerst schmeckt man Gewürze, Zimt, Nelken, Anis und Leder. Dann beginnt der Alkohol sanft den Hals zu wärmen. Nur kurz huschen Zuckerrohraromen über die Zunge. Dieser Cachaça ist sehr würzig im Abgang.Nach dem zweiten Schluck starke Gewürzaromen, gefolgt von medizinischen Komponenten. Ein sehr schwacher Hauch von Rauch und Holzkohle klebt am Gaumen. Nach dem dritten Schluck Tabak, Eiche und wieder Gewürze satt. Anis und Nelken huschen über die Zunge. Der Cachaça ist im Abgang leicht trocken. Lässt man den Cachaça nicht lange im Mund verweilen sondern schluckt in nach wenigen Sekunden herunter, dann ist der Abgang wesentlich intensiver. Man bekommt noch mehr Tabak und Leder zu den sehr präsenten Gewürzen.

 

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Fazit: Ein guter Cachaça und ein wahrer Augenöffner. Er ist gefährlich süffig und sanft. Sein größter Vorteil ist der leichte und unbeschwerte Genuß, ohne dabei auf das seichte Niveau gewisser Rumsorten abzudriften. Man möge mir bitte diese Vergleiche von Cachaça und Rum verzeihen. Sein größter Nachteil ist allerdings die verhaltene Nase. Dieser Cachaça betäubt sie nicht mit dominanten Zuckerrohraromen, wie man es von den billigen Vertretern dieser Zunft kennt. Trotz seines jungen Alters hat er eine gewisse Würde erlangt, von denen manche Rum-Abfüllungen nur träumen können. Sie suchen einen Cachaça der sie fordert aber nicht überfordert? Oder nur einen sinnlichen Genuss der sie, zumindest im Kopf, nach Brasilien befördert? Dann könnte diese Abfüllung etwas für sie sein. Wenn sie nur ungereifte oder billige Cachaças wie Pitú kennen, dann könnten sie enttäuscht werden. Ob sich der Magnífica Reserva do Patrão Cachaça 2014 6 YO gut in einem Cocktail macht, kann ich leider nicht beurteilen, da ich in dieser Kunst sehr wenig Erfahrung besitze und mich hier nicht blamieren möchte. Es wäre schon ein Edel-Cocktail, wenn man den Preis von 69,00€ bedenkt. Es wären mit Sicherheit mehr Punkte drin gewesen, wenn es mehr als 46%vol gewesen wären. Aber das brasilianisches Gesetz deckelt Cachaças nun einmal bei 48%vol. und hier hat man sich für die Standard 46%vol. entschieden. Beim Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO waren es noch mehr, der aber gesetzlich betrachtet kein Cachaça mehr war. Ich hoffe das Perola uns noch mit weiteren Abfüllungen aus dem Hause Magnífica beehrt. Mir wurde, wenn ich mich noch recht entsinne, der Magnífica Bica do Alambique Cachaça empfohlen. Ob dieser mich allerdings auch pur überzeugen kann ist noch offen, da ich diesen noch nicht gekauft habe. Die Bewertung fiel mir nach dem opulenten Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO wahrlich nicht leicht. Einerseits möchte man Perola und Magnífica für das geleistete loben, aber andererseits muss man die Kirche auch wieder im Dorf lassen. Es ist aber gut zu wissen, dass man abseits des Hypes noch qualitativ gute Zuckerrohrspirituosen preiswert bekommen kann, um die man sich nicht (virtuell) schlagen muss. Das ist bisher noch ein großer Vorteil von Magnífica oder gereiften Cachaças im Allgemeinen. Sie sind einfach eine Nische, die für Investoren uninteressant sind. Und das ist etwas, auf das wir Connaisseure uns noch freuen können. Ich wünsche Euch allen beste Gesundheit und ein schönes Wochenende!

Marco Freyer

(88/100)

 

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Hello folks!

It's been a long time since my last review and of course I haven't been idle. The upcoming update for B.A.M. is advancing. After much deliberation, I decided to present the second cachaça on my blog. It is the Magnífica Reserva do Patrão Cachaça 2014 6 YO.

The Bottling:

So far I have only presented the Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO and deemed it to be very good. At the time of writing this review, only one bottle was still available at the shopsite of Perola. The sale lasted long enough. The bottling had already been on the market for a little more than two years. This cachaça only came onto the market last year and was specially bottled by Magnífica for Perola for its 10th anniversary (2010-2020). Will this bottling be able to maintain the level? We will see. Compared to the Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13Y, which only consisted of 94 bottles, this bottling has 162 bottles. If you consider that the first mentioned bottling was available for a a little more than two years, I really hope not to see this bottling in the Perola shop in 2022. Admittedly: the longer a bottling is available, the more leisurely and easier it is to shop. You don't have to spam the F5 key like crazy every minute or even faster and you don't have to take a day off to do that in order to get at least one damn bottle. Believe me. I know what I am writing about. If you consider the hype of certain bottlings in the last few months, then it is really a welcome change to be able to shop in peace. However, I would also like that there is a supply of first-class cachaças. If these bottlings are not sold, the importer will think twice about bringing another "slow-moving" product into his shop. In the case of hype, on the other hand, you can be sure that the bottler will bring even more if he gets to the casks. So everything in life has advantages and disadvantages.

Magnífica with its Fazenda do Anil is located in today's state of Rio de Janeiros. The very early witnesses in Brazil are silent when it comes to the existence of sugar mills (Engenhos) in the Capitania Rio de Janeiro. It was not until the Jesuits Fernão Cardim († 1625) in 1583 and José de Anchieta († 1597) in 1585 both independently mention three Engenhos in the Capitania Rio de Janeiro. Around this time there were over 100 of these at that time still expensive mills in the Capitanias Pernambuco and Baía, which were preferably driven with water from nearby streams or rivers. Since the sugar price was (still) extremely lucrative at that time, everything was converted into sugar and shipped to Europe. In the period from 1611-1620 the number grew slowly to 23. After the Dutch invasion of Pernambuco in the 1630s, the number of mills in the Capitania Rio de Janeiro exploded. In the period 1641-50 there were already 98 sugar cane mills. However, with the expulsion of the Dutch and the reconquest of Pernambuco, the growth did not stop. By the period 1691-1700 there were 131 sugar cane mills. But the construction was no longer as expensive as it was in the 16th century. The mills were now smaller and cheaper. In addition, most of these mills stopped producing sugar. The reader might already have an idea what they did produce. The majority of these small presses made cachaça, both for the local market in the gold mines near Minas Gerais (west of Rio de Janeiro), which sparked a real gold fever at the end of the 17th century, and for the slave trade in Luanda. The Brazilian authorities tried, of course, to reduce the excesses of consumption in the gold mines. But they couldn't really stop it. The Jesuits also tried to protect the natives of Brazil from the consumption of this fire water by demanding and getting bans on imports into the affected aldeias of the Indians. The illegal trade continued nonetheless. With the increase in importance of cachaça in the 17th century, it had become practically impossible to reduce its consumption. The ban on cachaça failed as early as the middle of the 17th century. The import ban to Angola issued in 1679 disappeared in 1695. It was largely circumvented and was de facto ineffective.


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Tasting :

Price: € 69,00 the 0,7l bottle.

Age: The cachaça was distiled in February 2014 and bottled for Perola in February of last year (2020).

ABV: 46%abv.

Process of distillation: The product was made with an "Alambique Alegria".

Colour: Very dark amber.

Viscosity: Very oily. The liquid flows slowly down the glass. A greasy film remains on it.

Nose: After more than an hour, fine coconut aromas, mixed with sugar cane and unrefined cane sugar, emerge from the glass. In addition, there are caramel, a hint of vanilla, anise and a very slight nuance of charcoal. Aromas of mangos, citrus fruits and a very faint hint of bananas complete the odor profile. Further away from the glass I can now also recognize leather. Anise, a pinch of cinnamon, oak, fresh sugar cane and coconut flavors float deep in the glass. Oranges? If you wet the glass freshly with the cachaça, the alcohol stings slightly at first. Only then can you catch a whiff of coconuts and sugar cane. This cachaça really needs its time in the glass. The nose starts very cautiously. This may be due in part to his too young age. After just under a minute, ripe fruits such as bananas, a nuance of honey, anise and fresh sugar cane are added. Only after an hour can you smell its full potential.

Palate: First caramel, anise and, oak the palate. The alcohol burns gently in the mouth. Then you can taste wonderful aromas of sugar cane mixed with spices like cinnamon, then leather and charcoal. With the second sip, glue aromas, oak, bananas, cinnamon and cloves. You can only guess coconuts for a moment. Then leather, caramel, anise, cloves and old wood. With the third sip, strong adhesive aromas, weak coconut, tobacco, leather, cinnamon, oak and medicinal taste components that I cannot really assign. Smoke, tobacco and charcoal after a little longer. The fruits in the nose are unfortunately less present on the palate. The barrel aging has had a great impact on the cachaça. At first you think you taste a slight sweetness, but it disappears quickly and the spices give the rum a slightly herbal taste. It has neither a noteworthy sweetness, nor strongly sour components and certainly not a lot of bitterness. The profile is still in balance. A real flatterer. But please keep in mind that this statement comes from a connoisseur who prefers cask strength.

Finish: First you can taste spices, cinnamon, cloves, anise and leather. Then the alcohol begins to gently warm your throat. Sugar cane aromas only briefly flit across the tongue. This cachaça has a very spicy finish; after the second sip, strong spicy aromas, followed by medicinal components. A very faint hint of smoke and charcoal sticks to the palate. After the third sip, full of tobacco, oak and spices again. Anise and cloves flit across the tongue. The cachaça is slightly dry in the finish. If you don't let the cachaça stay in your mouth for a long time but swallow it after a few seconds, the finish is much more intense. You get even more tobacco and leather to go with the very present spices.


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Conclusion: A good cachaça and a real eye opener. It is dangerously drinkable and gentle. Its greatest advantage is the light and carefree enjoyment, without drifting to the shallow level of certain types of rums. Please forgive me these comparisons of cachaça and rum. Its main disadvantage is the restrained nose. This cachaça does not stun you with dominant sugar cane aromas, as you know it from the cheap representatives of this type of spirit. Despite its young age, it has achieved a certain dignity that some rum bottlings can only dream of. Are you looking for a cachaça that challenges you but doesn't overwhelm you? Or do you want just a sensual pleasure that transports you, at least in your head, to Brazil? Then this bottling could be something for you. If you only know unripened or cheap cachaças like Pitú, then you might be disappointed. Unfortunately, I cannot judge whether the Magnífica Reserva do Patrão Cachaça 2014 6 YO would be good as an ingredient in a cocktail, as I have very little experience in this art and I don't want to embarrass myself here. It would be a pricy cocktail considering the price of € 69.00. It would certainly have been more points if it had been more than 46%abv. But the Brazilian law caps cachaças at 48% abv and here you have the standard 46% abv. The Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO had even more, but legally it was no longer a cachaça. I hope that Perola will honor us with further bottlings from Magnífica. If I remember correctly, the Magnífica Bica do Alambique Cachaça was recommended to me. Whether this can convince me on its own is still open, as I haven't bought it yet. The evaluation was not easy for me after the opulent Magnífica Envelhecida Cachaça (ADC) 2006 13YO. On the one hand you want to praise Perola and Magnífica for what they have achieved, but on the other hand you should not never get carried away. But it is good to know that apart from the hype you can still get good quality sugar cane spirits with a good price tag, which you don't have to (virtually) fight for. This is still a great advantage of magnífica or mature cachaças in general. They are just a niche that is uninteresting to investors. And that's something we connoisseurs can still look forward to. I wish you all the best of health and a nice weekend!

 

 Marco Freyer

(88/100)


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