Sonntag, 13. Dezember 2015

The Rum Cask Worthy Park Distillery 2009 4 YO

(the English part is just below, just skip the German part) 

Servus liebe Leute!

Heute machen wir einen kleinen Trip nach Jamaika. Genauer gesagt ins Parish St. Catherine. Wieder handelt es sich um einen weiteren Rum des deutschen Abfüllers The Whisky Cask / The Rum Cask. Allerdings ist diese Abfüllung schon etwas älter. Es ist der The Rum Cask Jamaica Worthy Park Distillery 2009 4YO!

Zur Abfüllung:

First Release (2013)
Die Bilder, welche sie hier sehen, sind noch vom allerersten Release. Mittlerweile wurde der Rest des Fasses in der neuen Flaschen-Variante angeboten. An der Füllmenge und am Rum selber hat sich aber groß nichts geändert. Was wissen wir über Worthy Park? Dieser kleine Landstrich wurde am 13. März 1670 auf einen gewissen Lieutenant Francis Price eingetragen. Er befindet sich in St. Catherine, welches sich am südlichen Ende der doch breiten Insel befindet. Um 1794 war dieses Parish noch relativ klein. Damals gab es noch die Nachbar-Parishes St. Dorothy, St. John und Thomas in the Vale. Heute umfasst St. Catherine alle diese Landstriche zusammen. Laut offiziellen Angaben begann die Zuckerproduktion dieses Anwesens nicht 1670, sondern erst im Jahre 1720. Seit jenem Jahr könnte dort auch Rum produziert worden sein. Zur Zeit der Emanzipation, im Jahre 1834, gehörte das Anwesen noch immer derselben Familie. Sir Rose Price starb im besagten Jahr und vermachte das Anwesen seinen Treuhändern. Es verblieb noch einige Zeit im Besitz der Familie Price, wechselte dann aber einige Male den Besitzer. Im Jahre 1918 kauften die Clarks das Anwesen.Im selben Jahr kapitulierte das deutsche Kaiserreich und der erste Weltkrieg endete. Mit dem Beginn dieses Krieges brach der German-Rum-Markt weg. Viele jamaikanische Zuckerbetriebe, die sich mehr auf Rum als auf Zucker spezialisierten, mussten sich wieder auf das eigentlich Kerngeschäft, nämlich die Zuckerherstellung, konzentrieren. Dank dem Rum konnten viele von diesen Anwesen die Krisen am Zuckermarkt, verursacht durch die Zuckerrübe Ende des 19. Jahrhunderts, überleben. Doch diese Ära endete abrupt mit dem besagten Krieg. Gehörte hierzu auch Worthy Park? 

Karte von St. Catherine, Jamaika (1794)
Source: www.mappery.com
Neben Caymanas war Worthy Park der größte Rum-Produzent in diesem Parish. Im Jahre 1885 war es sogar noch der Größte unter den 13 verbliebenen Zuckeranwesen. Im Jahre 1906 schaffte Hampden es nur auf 100 Puncheons voller Rum, der wohl hoch-konzentriert gewesen sein dürfte. Worthy Park dagegen kam auf ganze 280 Puncheons.  Diese Abfüllung war eine der ersten Worthy Park Abfüllungen eines Unabhängigen Abfüllers in Deutschland. Zumindest die Erste, an die ich mich erinnern kann. Vielleicht hatte der ein oder andere Firma einen Worthy Park als loose Abfüllung zuvor im Sortiment (Wie die „Vom Fass AG“ z.B.). Dieser Rum hier war eher als Mixer gedacht und wurde dementsprechend von meinem alten Partner auch so beworben. Ich dagegen trank ihn nur pur. Natürlich auch oft mit ein paar Tropfen Wasser. Heute gibt es Worthy Park von vielen Abfüllern: Bristol Classic Spirits, Rum Nation, Our Rum & Spirits, Compagnie des Indes und auch Velier. Der Rum ist, dank der Wiederauflage von The Rum Cask, immer noch aktuell zu erwerben. Alte Rums im Glas zu haben ist dann und wann mal ganz spannend, aber dem Leser, der davon nichts mehr kaufen kann, hat davon leider nur noch wenig. Deswegen kommt heute der erste Worthy Park dieses Abfüllers. 



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Verkostung The Rum Cask Worthy Park Distillery 2009 4 YO:

Preis: Der Rum kostet 24,90€ den halben Liter (0,5l). Das wäre bei einer 0,7 Literflasche ein Preis von 34,86€.

Alter: Das offizielle Alter ist 4 Jahre. Der Rum wurde 2009 in St. Catherine auf Jamaika destilliert und beim ersten Mal 2013 in Deutschland abgefüllt.

Alkoholstärke: Der Rum wurde mit 63,1%vol abgefüllt. Dies betrifft sowohl den First Release, als auch den Second Release.

Destillationsverfahren: Das offizielle Verfahren ist eine Pot Still. Und da es sich um eine jamaikanische Destillerie handelt, ist es eine jamaikanische Variante mit zwei nachgeschalteten Retorten.

Farbe: Sattes Gold. Für 4 Jahre ist das schon sehr dunkel. Entweder ein aktives Fass oder....

Viskosität: Wenige Tropfen fließen träge hinab an der Glaswand. Ein ganz feiner Film bleibt jedoch an der Glaswand haften. Durfte dieser Rum teilweise in Jamaika reifen? Die Destillerie verkauft durchaus gealterte Rums im Bulk.

Nase: Zuerst riecht man den Alkohol. Kein Wunder bei nur 4 Jahren und geballten 63,1%vol. Dann kommen reife Bananen, garniert von feiner Vanille. Begleitet werden diese Eindrücke von einem leicht medizinischen und rauchigen Touch. Nein. Kein Islay Burn-In-Hell Mundgefühl á la Ardbeg sondern nur ganz dezenter Rauch. Kein Torf. Diese beiden Eindrücke dominieren das Glas zuerst. Eher versteckt im Hintergrund sind auch Gewürze und herbe Kräuter vorhanden. Beim allerersten Mal musste ich an ein mit Alkohol gedoptes Vanille-Bananen-Eis denken (so wie Lance Armstrong mit EPO). Leder und Eichenaromen sind auch eher mehr dezent im Hintergrund vertreten. Nach einem Schwenk des Glases riecht man neben den Bananen noch Papayas. Auch der medizinische Touch ist dann verstärkt riechbar. Man merkt dennoch das junge Alter. Auf wenn ich blind verkostet nicht auf 4 Jahre getippt hätte. Nach einiger Zeit riecht man schwach Anis, Eiche und süßes Karamell.

Mit Wasser ist der Alkohol nun deutlich reduziert worden. Vanille, Bananen, Gewürze, Karamell und Anis schweben im Glas. Die Nase ist nur schwach süßlich ausgeprägt. Im Hintergrund ist der Rum sogar leicht herb und riecht nach Kräutern. Nach längerer Zeit Eichenaromen, Leder und Karamell. Er riecht immer noch medizinisch, hat aber nun mehr pflanzliche Aromen als zuvor. Mit der Vanille rieche ich auch eine Spur Nelken. Die Banane ist nach einem Schwenk des Glases am Stärksten. Ich rieche fast keine starke Esteraromen. Nur eher sehr schwach. Ein Common Clean? Für mehr Komplexität ist er dann leider doch zu jung.

Gaumen: Zuerst schmeckt man den Alkohol. Bedenken sie noch einmal die hohe Trinkstärke. Danach kommt eine leichte Süße, begleitet von frischen Bananen. Die Frucht wird von feiner Vanille garniert. Ich schmecke zudem diesen medizinischen Touch, herbe Kräuter und Gewürze. Leichte Anisaromen, Leder und Eichenaromen erscheinen nach einiger Zeit nachdem der Rum im Mund gut verdünnt wurde. Er schmeckt nun zugleich pflanzlich, medizinisch und leicht fruchtig. Am Gaumen schmecke ich fast keine Esteraromen. Nelken und Vanille nun im Hintergrund. Ganz am Ende nach sehr langer Zeit ist der Rum eine minimale Spur bitter. Nicht übertrieben und auch nicht störend, aber die Komponente ist vorhanden. Nach dem 2. Schluck brennt der Rum nun noch stärker als zuvor. Wieder frische Bananen, Gewürze, Medizin und Spuren von Rauch. Man schmeckt die junge Wildheit. Aber 4 Jahre? Würde ich blind jetzt nicht vermuten. Eher 7 bis 8 Jahre. Nun auch Anis, Leder und Eichenaromen.

Mit Wasser brennt der Rum nun nur noch sehr schwach am Gaumen. Rauch, Medizin, Leder, schwache Kräute- und Eichenaromen vom Fass. Dazu wieder frische Bananen. Der Rum schmeckt immer noch leicht scharf trotz Verdünnung. Der pflanzliche Geschmack wird immer stärker. Anis, Medizin und Bananen dominieren nun den Gaumen. Wieder Pflanzen und Kräuter. Der Rum weckt in mir Erinnerungen an ein Vanille-Bananen-Eis. Nur ist hier das Brennen nicht kalt, sondern warm. Nach dem 2. Schluck wird trotz Verdünnung der Speichelfluss gut angeregt. Gewürze, Bananen, Rauch und Medizin. Zum Ende wird der Rum immer pflanzlicher. Trotz Wasser sind einige Teile des Rums immer noch leicht scharf und hart. Hier merkt man nach der Verdünnung dann doch, dass nicht 7-8 Jahre alt sein kann.

Abgang: Gewürze, Medizin und ein pflanzlicher Geschmack bilden den Anfang des Abgangs. Nur ein Hauch von Banane huscht über den Gaumen. Nach dem 2. Schluck Rauch, Medizin und Gewürze. Dann Bananen und schwache Anisaromen. Der Abgang ist leider relativ kurz für einen Jamaikaner.

Dieses Mal zuerst Anis, Kräuter, Leder und Bananen. Zuerst leicht medizinisch und dann immer pflanzlicher und herber. Kräuter werden immer stärker. Nach dem 2. Schluck Bananen, Rauch, Medizin und Gewürze. Dann herbe Kräuter und ein Hauch von Mangos.

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Karte von St. Catherine, Jamaika (1901)
Source: www.mappery.com
Fazit: Kräftig, wuchtig, aber halt auch ein bisserl jung. Wenn ein 30-40 jähriger Rum mit einem senilen alter Greis zu Vergleichen ist, dann ist dies wohl die Teenie-Variante von Billy Idol. Am Gaumen dürfte er wohl einigen zu viel gewesen sein. Dieser 4jährige Rum gewinnt gefühlt nach 20 Minuten nicht mehr an zusätzlichen Aromen, auch wenn man ihn eine Stunde stehen lässt. Da merkt man dann leider doch das Alter. Den von John Barrett inspirierten Cocktail mit Rum und Tonic Water, welche Flo und Leo für gut befanden, hatte ich nie ausprobiert. Für mich war der Rum pur genug. Freilich ändern sich die Zeiten (was einem Mann im mittleren Alter immer auffallen wird, sobald er in den Spiegel blickt) und so machte der Nachfolger dieses Rums einen Pur-Genuss dieser Abfüllung eigentlich überflüssig. Ich verbinde noch immer gute Erinnerungen mit ihm und trinke ihn auch noch. Aber die Gelegenheiten werden immer seltener. Ich will diese Abfüllung auch nicht als den Himmel-des-puren-Genusses preisen. Das ist er auch nicht. Er ist geschmackvoll, aber auch sehr hart. Er ist kein Gaumenschmeichler. Dafür ist er aber im Umkehrschluss kein totes Destillat oder eine trübe Holzbrühe mit Alkohol, bei der man sich manchmal fragt, was den ein oder anderen Abfüller geritten hat, als man die fraglichen Rums für würdig befand um abgefüllt zu werden. Selbst nach 4-6 Drams hätte ich einige Rums niemals in Erwägung gezogen. Da tritt die Bitterkeit im Abgang so heftig zu, wie ein räudiger Ackergaul zu treten vermag, wenn er absolut keine Lust aufs Reiten hat. Ich hoffe man füllt nicht sofort alle Fässer aus 2009 ab und lässt dem Rum noch etwas Zeit zu reifen. Da könnte noch so einiges an interessanten Rums entstehen und auch veröffentlicht werden. Mittlerweile hat sogar auch Velier diese jamaikanische Destillerie für sich entdeckt. Mein Eindruck in Mailand von einer dieser Abfüllungen war in etwa ähnlich wie mit diesem Rum. Auch diese war gut, aber noch zu jung. Den zuvor erwähnten Preis von 34,86€ für 0,7l ist als Mixer aber für den ein oder anderen Käufer vielleicht schon zu viel. Ich kenne aber auch persönlich Connaisseure, die einen Rum mit einem damaligen Preis von 100€ gern vermixt haben. Ich durfte den Cocktail sogar probieren. Es war der beste Mai Tai den ich je hatte. Auch das war ein jamaikanischer Rum. Vielleicht probiere ich doch mal diese Variante mit Tonic-Water aus. Mal sehen. Das war's für heute. Tschüss Leute! 

Marco 

(82 / 100) 

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Greetings people!

Today we make a little trip to Jamaica. Specifically, the Parish St. Catherine. Again, it is another rum of the German Bottler The Whisky Cask / The Rum Cask. However, this bottling is not new. It is the Rum Cask The Jamaica Worthy Park Distillery 2009 4YO!

The Bottling:

First Release (2013)
The pictures that you see here are from the very first release. Meanwhile the rest of the barrel was bottled in the new bottle variant. Besides the capacity the rum itself remained unchanged. What do we know about Worthy Park? This small piece of land was patented on 13 March 1670 for a certain Lieutenant Francis Price. It is located in St. Catherine, which istself is located at the southern end of the island. In 1794 this Parish was still relatively small. There were still the neighboring Parishes St. Dorothy, St. John and Thomas in the Vale. Today St. Catherine encompasses all these lands together. According to official data, the sugar production did not start on this property in 1670, but only in the year 1720. Since that year, there might also have been commenced the production of rum. At the time of emancipation, in 1834, the estate still belonged to the same family. Sir Rose Price died in that year and bequeathed the estate's to his trustees. It remained for some time in possession of the Price family, then changed a few times the owner. In 1918, the Clarks finally bought the estate. In the same year, the German Empire capitulated and the First World War ended for good. With the beginning of the war the German Rum market broke down. Many Jamaican sugar estates who were specialized in the rum making, had to get back to the real core business, namely the manufacture of sugar. Thanks to the German rum many of them were able to survive the crisis caused by beet sugar in the end of the 19th century. However, this era ended abruptly with the said war. Was Worthy Park affected? 

Map of St. Catherine, Jamaica (1794)
Maybe, maybe not. Worthy Park was besides Caymanas the largest rum producer in this Parish. In 1885 it was even the largest remaining rum producer among the 13 sugar estates in that parish. For comparison: In 1906 the Hampden estate managed only 100 puncheons of rum, which was probably highly concentrated. Worthy Park on the other hand did produce 280 puncheons of rum in 1906. This was one of the first bottlings of Worthy Park from an independent bottler in Germany. At least the first, of which I can remember. Perhaps one or the other company had a Worthy Park as a loose bottling previously in their range (such as the "Vom Fass AG", for example). This rum here was rather intended as a mixer and was accordingly promoted by my old partners for this purpose. Whereas I did drink it only neat. Granted, often with a few drops of water. Today there are many bottlers with a Worthy Park bottling: Bristol Classic Spirits, Rum Nation, Our Rum & Spirits, Compagnie des Indes and Velier. The rum is, thanks to the re-release of The Rum Cask, still available to purchase. To have a very old rum in the glass is now and then very exciting, but for the reader, who can't buy them, they only have an informative value. That is why today's bottling is the first Worthy Park this bottler.

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Tasting The Rum Cask Worthy Park Distillery 2009 4 YO:

Price: The rum does cost €24.90 (0.5l). That would be a price of €34.86 for a 0.7 liter bottle.

Age: The official age is 4 years. The rum was distilled in Jamaica in St. Catherine in 2009 and bottled for the first time in Germany in 2013.

ABV: The rum was bottled with 63.1%abv. This applies to the first release, as well as the Second Release.

Process of distillation: The official process is a pot still. And since it is a Jamaican distillery, it's a Jamaican version with two retorts.

Colour: Deep gold. This is very dark for 4 years. This is caused Either by an active cask or ...

Viscosity: A few drops flowing lazily down along the glass wall. However, a very fine film remains on the glass wall. Did this rum partially mature in Jamaica? The distillery is selling aged rums in bulk.

Nose: First, you can only smell the alcohol. No wonder, with only 4 years and clenched 63.1%abv. Then are coming ripe bananas, topped by fine vanilla flavours. Accompanied are these impressions by a slightly medicinal and smoky touch. No. Not a Islay Burn-In-Hell mouth feeling á la Ardbeg but only very subtle smoke flavours. No peat. These two impressions dominate the glass. Rather hidden in the background are also spices and tart herbs available. The very first time I had this rum in the glass I had to think of a vanilla banana ice cream doped with alcohol (like Lance-Armstrong with EPO). Leather and oak flavors are also likely to represent them more discreetly in the background. After a panning of the glass I smell papaya next to the bananas. Even the medical touch is then amplified. Nevertheless, I do notice the young age. However, I would not have guessed the age correctly in a blind tasting. After some time you can smell faint anise, oak and sweet caramel.

With water the alcohol has now been significantly reduced. Vanilla, bananas, spices, caramel and anise are now floating in the glass. The nose is only weakly pronounced sweetish. The rum is even slightly dry and smells of herbs in the background of the flavour profile. After a long period oak aromas, leather and caramel are coming to the fore. It still smells medicinal, but has now more herbal aromas than before. I smell even a trace of cloves intermingled with the vanilla flavours. After a panning of the glass the banana is even more noticeable. I smell almost no strong ester aromas. Only rather very weak. A Common Clean rum? The rum is unfortunately still too young for a more complex nose.

Palate: First I taste the alcohol. Then comes a slight sweetness, accompanied by fresh bananas. The fruit is topped by fine vanilla flavours. I also taste this medical touch, tart herbs and spices. Light aniseed aromas, leather and oak flavours appear after some time. They are now more pronounced after some time spent in the mouth. It tastes now simultaneously herb, medical and slightly fruity. I taste almost no ester aromas. Cloves and vanilla in the background now. At the very end after quite sme time now the rum becomes a little bitter. Not overdone and not disturbing, but the component is present nevertheless. After the 2nd sip it now burns even stronger than before. Again fresh bananas, spices, medicine and traces of smoke. You taste the young wildness. But four years? I would have not suggest the age blindly. Rather 7 or 8 years. Anise, leather and oak aromas in the end.

With water the rum now burns only very weakly on the palate. Smoke, medicine, leather, oak and weak herbs from the barrel. Again fresh bananas. The rum still tastes slightly spicy even after the dilution. The herbal taste is getting stronger. Anis, medicine and bananas now dominate the palate. The rum does again me remind of a vanilla-banana ice cream. Only here is the burning not cold, but warm. After the second sip the rum is now burning a bit more than before and therefore stimulating the production of saliva. Spices, bananas, smoke and medicine. At the end the rum is almost tasting like a bunch of tart herb. Despite thze added water some parts of the rums are still slightly sharp and hard. Here you can tell that this rum is very young.

Finish: Spices, medicine and herbal flavours form the beginning of the finish. Just a touch of banana flits across the palate. After the 2nd sip smoke, medicine and spices. Then bananas and weak aniseed aromas. The finish is relatively short for a Jamaican rum. Well, nothing can last forever.

This time first anise, herbs, leather and banana. At first slightly and then more medicinal, herbal and bitter. Herbs are becoming stronger. After the 2nd sip bananas, smoke, medicine and spices. Then even a hint of mangoes.

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Map of St. Catherine, Jamaica (1901)
Conclusion: Strong, powerful, but young and rough. If a 30-40 year old rum is comparable with a senile old man, then this is probably the teen-version of Billy Idol. On the palate it is probably too strong for many connoisseurs. This 4 year old Rum does not much change after 20 minutes in the glass. It does not gain any further flavours. Even if you did let it breath for over an hour. This is due to the low age, unfortunately. I had never tried the cocktail inspired by John Barrett with rum and tonic water, which Flo and Leo said is quite good. For me, the rum was at first pure good enough. O' course times are changing (which is always noticeable by a middle-aged man every morning when he looks in the mirror) and so the successor of this rum made a straight drinking of this 4 year old actually obsolete. Meaning: There is a better alternative out there. I still do have some good memories with this rum and I actually still drink him. But the opportunities are becoming increasingly rare. I am not praising this bottling as the pure-pleasure-made-in-heaven. Because he isn't it. It is tasty, but also very rough and tough. He is not an appetizer or an everyday's darling. On the other hand, it is also not a dead spirit or a liquid wood solution infused with alcohol. Sometimes I do wonder and don't know what got into several bottlers in the past. After several drams of very... suboptimal rums I can only say this: I would have never bottled them. Not even considered them. Not even after 4-6 drams. Why? Because some rums have a powerful bitterness in the finish like the striking power of a mangy stallion on bad acid, which simply wants to avoid you to take it for a ride by any means necessary, because it is not in the mood for it. Its enough to make you to burst into tears. I really do hope that not all barrels from this vintage will be bottled soon. Maybe some barrels are allowed to give their content a bit more maturity than this one do possess. Some very interesting bottlings could be waiting for us in the future. Meanwhile even Velier did also discovere this Jamaican distillery. My impression in Milan by one of these bottlings was similar with this rum. It was also good, but still too young. The aforementioned price of €34.86 for 0.7l might be too high for many cocktailians out there. But I do also know a few Persons who like to mix a certain rum with a price tag of €100. I was allowed to try. It was the best Mai Tai I ever had. It too was a Jamaican rum. Maybe I'll try out this variant with tonic water in the future. Let's see. That's it for today. Bye bye people! 

Marco 

(82 / 100)

Kommentare:

  1. Hallo Marco (ich gehe einfach mal zum Du über, wenn das OK ist),

    das hat jetzt nichts mit Jamaica zu tun, aber ich dachte, es würde dich trotzdem interessieren: Auf dem Rum Diaries Blog gibt es einen kleinen Gastbeitrag über die Rockley Still.(Eintrag vom 02.11.15)

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    1. Für mich isses okay. ;)

      Den dortiges Gastbeitrag kenne ich. Überrascht bin ich aber nicht wirklich. Allerdings fehlt für mich die Verbindung zwischen Batson und Rockley. Das "Rockley" nicht mehr einer alten Still zuzuordnen ist, war für mich klar, als ich Anfang des Jahres ein Bild von zwei alten Pot Stills im Hinterhof gesehen habe, die optisch betrachtet schon sehr lange nicht mehr verwendet wurden(Stichwort: Korrosion). Das Bild schoss ein Freud von mir auf seiner Barbados-Reise im Dezember 2014.

      Dennoch danke für die Information! :)

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