(the
English part is just below, just skip the German part)
Servus werte Leser!
Heute ist mal wieder ein Rum mit dem Namen Enmore auf dem Label an der Reihe verkostet zu werden. Technisch betrachtet stammt dieser Rum aber nicht mehr aus jener Destillerie. Im Jahre 1995 wurden dort endgültig alle Brennblasen verpackt und zur Uitvlugt Distillery geschickt.
Zur Abfüllung:
In
Uitvlugt wurde dieser Rum 1998 auch gebrannt. Zwei Jahre später traf es
die Uitvlugt Distillery selbst und all ihre Brennblasen kamen zur
Diamond Distillery (Demerara Distillers Limited = D.D.L.). Also gar kein
richtiger Enmore? Lassen sie es mich so ausdrücken: Wenn es einen Rum
mit der geschichtlichen Berechtigung dieses Namens auf dem Label gibt,
dann ist es diese Abfüllung. Warum ich mir hier so sicher bin? Das Mark
des Fasses dieser Abfüllung war kein geringeres als E.H.P.. Dies steht
für den Namensgeber und vermutlichen Gründer der Enmore-Plantage Edward Henry Porter.
In meinem Artikel zu den Destillerien in Guyana habe ich aber auch
schon darauf hingewiesen, dass bereits sein Vater Thomas Porter diese
Plantage besaß, allerdings hatte sie selbst keinen eigenen Namen. Es
könnte sich sogar um seine allererste Plantage gehandelt haben.
Dieser Rumstil (E.H.P.) soll laut Velier eine kräftigere Version des Rumstils E.L.C.R. (Enmore Light Coffey / Column Rum)
sein. Den Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO hatte ich ja
bereits auf dem Blog vorgestellt. Dieser gefiel mir persönlich nicht so
sehr. Ich empfand den Rum selbst als entweder zu schwach für die
tropische Lagerung oder das Fass war einfach zu stark ausgebrannt. Auf
jeden Fall enthielt er für meinen Geschmack zu dominante Fassaromen,
welche beim Verdünnen des Rums offensichtlich wurden. Diese nun
anscheinend stärkere Variante aus der Enmore Coffey Still war lange Zeit
auf meinem Radar. Ich hatte aber jedoch keine Abfüllung mit diesem Mark
gefunden. Es gab zwar eine Abfüllung von Moon Import, den Demerara
Rum 1994 Sherrywood (1994 – 2001) 7 YO (780 Flaschen) auf dessen Label
EHP Distillery geschrieben stand, aber damit hatte es sich auch schon
zum Großteil.
Diese Angabe ist ja eigentlich nicht ganz korrekt, aber das ist ein anderes Thema. Sonst gab es eigentlich keine Abfüllung, auf welcher dieses Mark auch eindeutig geschrieben stand. Bis ich diese Abfüllung von Velier in Italien fand und dem Händler eine Email schickte, welche Marks den auf dem Fass waren und auf dem Rücken-Label erwähnt werden. Als mir der Händler das Mark E.H.P. nannte zögerte ich auch nicht lange und sicherte mir eine Flasche dieses Rums. Die Abfüllung bestand aus nur einem Fass, welches 265 Flaschen hervorbrachte.
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Verkostung Velier Enmore 1998 Full Proof Old Demerara 9 YO:
Diese Angabe ist ja eigentlich nicht ganz korrekt, aber das ist ein anderes Thema. Sonst gab es eigentlich keine Abfüllung, auf welcher dieses Mark auch eindeutig geschrieben stand. Bis ich diese Abfüllung von Velier in Italien fand und dem Händler eine Email schickte, welche Marks den auf dem Fass waren und auf dem Rücken-Label erwähnt werden. Als mir der Händler das Mark E.H.P. nannte zögerte ich auch nicht lange und sicherte mir eine Flasche dieses Rums. Die Abfüllung bestand aus nur einem Fass, welches 265 Flaschen hervorbrachte.
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Verkostung Velier Enmore 1998 Full Proof Old Demerara 9 YO:
Preis:Meine
Flasche erstand ich für 97,60€ ohne Versandspesen. Für nur 9 Jahre
Reifung eigentlich sehr überzogen. Aber wenn ich die Fassstärke und das
beinahe doppelte Alter in kontinentalen Jahren im Hinterkopf behalte,
dann kann ich den Preis verschmerzen.
Alter:Destilliert im Jahre 1998 und abgefüllt im Mai des Jahres 2007. Das offizielle Alter beläuft sich auf 9 Jahre. Die Reifung erfolgte im tropischen Klima Guyanas.
Alkoholstärke:Der Rum kam mit voller Fassstärke in die Flaschen. Diese betrug nach 9 Jahren in den Tropen immer noch 64,9%vol. Ich werde erneut eine Probe des Rums verdünnen (54%), um ihm mehr Aromen zu entlocken.
Destillationsverfahren:Auf dem Label prangt als Urheber eine Wooden Continous Still. Hiermit ist die Enmore Coffey Still gemeint, welche 1998 bei Uitvlugt stand.
Farbe:Der Rum erstrahlt in sehr dunklem Bernstein. Kommt dies wirklich von nur 9 Jahren in den Tropen? Wenn ja ist mir eine Holzbombe gewiss.
Viskosität:Der Rum fließt sehr träge hinab zum Glasboden und bildet dicke Tropfen an der Glaswand. Der Rum ist für 9 Jahre sehr ölig.
Nase:Der Rum kommt selbst nicht so richtig in fahrt. Ich rieche eine sehr kompakte Masse, aus der ich nur schwer einzelne Eindrücke gewinnen kann. Vom Glas entfernt rieche ich ganz schwache Vanille vermischt mit Leder. Je weiter man eintaucht, desto eher erkennt man eine leichte Süße durchzogen von Melasse. Ganz schwach und nur sehr schüchtern kommen auch Kokosnussaromen zum Vorschein. Diese Eindrücke sind aber wirklich nur sehr dezent und schwer zu erkennen. Schwenkt man das Glas und taucht die Nase direkt hinein, dann blitzen auch kurz exotische Früchte auf. Nach einer halben Stunde rieche ich nun Anisaromen. Die Geruchseindrücke werden zwar intensiver mit der Zeit, aber leider nicht einfacher zu erfassen. Wollen wir doch einmal etwas Wasser hinzufügen.
Mit Wasser kommen die Aromen nun etwas besser durch. Ich reiche wieder Melasse gepaart mit dezenter Süße. Dazu kommt nun auch eine Spur süße Tabakblätter. Die Kokosnussaromen sind auch noch da. Am Glasrand erhasche ich wieder Vanille und ganz minimale Holzaromen. Die Verdünnung hat ihn nun etwas mehr geöffnet. Im Hintergrund erkenne ich nun Jod und eine Spur Rauch. Auch rieche ich eine süße Frucht die ich absolut nicht einordnen kann. Flambierte Bananen? Ganz schwach entschweben dem Glas dezente Anisaromen, die aber in diesem Mix nicht deutlich hervorstechen, wie man es z.B. von Port Mourant her gewohnt ist.
Gaumen:Der Alkohol drescht geballt auf den Gaumen ein. Der Rum selbst füllt den gesamten Mundraum. Allerdings ist dieser so kompakt, dass es sehr schwer ist einzelne Aromen herauszupicken. Ich schmecke leichte Anflüge von Melasse, Tabak, Leder und auch Anis. Ob diese Vom Fass oder von der Still sind kann ich im Moment nicht sagen. Nach einigen Sekunden wird der Rum leicht salzig. Ich schmecke nun auch dunkle Gewürze und minimale Holzaromen. Kein Vergleich zum Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO. Hier ist absolut keine Bitterkeit vorhanden. Allerdings ist die Süße auch sehr gering.
Der Alkohol brennt nun deutlich sanfter am Gaumen. Dennoch sind es immer noch ca. 54%vol! Ich schmecke auch Karamell, vermischt mit Zuckerrohr und leichte Anklänge von Anisaromen. Diese Kombination hatte ich so gesehen denke ich noch nie in einem Glas. Ich bin überrascht. Auch schmecke ich hier nun ganz schwach natürliche Kokosnuss-Aromen und den süßen Tabak aus der Nase. Jod und ganz schwache Holzaromen bereichern diesen Eindruck am Gaumen. Auch dunkle Gewürze und Nelken. Der Rum gewann deutlich mit der Verdünnung an Qualität. Diese Kombination fasziniert mich.
Abgang:Dunkle Gewürze mit minimalen rauchigen Anklängen bilden den Anfang. Nach kurzer Zeit huschen Jod, Leder und Holzaromen über den Gaumen. Ganz kurz blitzen auch Mangos auf. Ich schmecke auch leichte Melassearomen. Der Abgang ist mittellang. Auch hier ist keine Bitterkeit zu schmecken. Der Rum ist eher insgesamt leicht süßlich. Aber der Alkohol sollte absolut nicht unterschätzt werden!
Süßes Zuckerrohr mit Karamell bilden den Anfang des Abgangs. Danach kommen schwache Melassearomen, alte Tabakblätter und Nelken zum Vorschein. Der Rum schmeckt nun spürbar süßer. Ich mag diesen Mix aus Nelken, Zuckerrohr und Karamell. Wieder absolut keine Spur von Bitterkeit vorhanden. Am Ende verbleibt nur noch ein Hauch von Nelken und Jod am Gaumen.
Alter:Destilliert im Jahre 1998 und abgefüllt im Mai des Jahres 2007. Das offizielle Alter beläuft sich auf 9 Jahre. Die Reifung erfolgte im tropischen Klima Guyanas.
Alkoholstärke:Der Rum kam mit voller Fassstärke in die Flaschen. Diese betrug nach 9 Jahren in den Tropen immer noch 64,9%vol. Ich werde erneut eine Probe des Rums verdünnen (54%), um ihm mehr Aromen zu entlocken.
Destillationsverfahren:Auf dem Label prangt als Urheber eine Wooden Continous Still. Hiermit ist die Enmore Coffey Still gemeint, welche 1998 bei Uitvlugt stand.
Farbe:Der Rum erstrahlt in sehr dunklem Bernstein. Kommt dies wirklich von nur 9 Jahren in den Tropen? Wenn ja ist mir eine Holzbombe gewiss.
Viskosität:Der Rum fließt sehr träge hinab zum Glasboden und bildet dicke Tropfen an der Glaswand. Der Rum ist für 9 Jahre sehr ölig.
Nase:Der Rum kommt selbst nicht so richtig in fahrt. Ich rieche eine sehr kompakte Masse, aus der ich nur schwer einzelne Eindrücke gewinnen kann. Vom Glas entfernt rieche ich ganz schwache Vanille vermischt mit Leder. Je weiter man eintaucht, desto eher erkennt man eine leichte Süße durchzogen von Melasse. Ganz schwach und nur sehr schüchtern kommen auch Kokosnussaromen zum Vorschein. Diese Eindrücke sind aber wirklich nur sehr dezent und schwer zu erkennen. Schwenkt man das Glas und taucht die Nase direkt hinein, dann blitzen auch kurz exotische Früchte auf. Nach einer halben Stunde rieche ich nun Anisaromen. Die Geruchseindrücke werden zwar intensiver mit der Zeit, aber leider nicht einfacher zu erfassen. Wollen wir doch einmal etwas Wasser hinzufügen.
Mit Wasser kommen die Aromen nun etwas besser durch. Ich reiche wieder Melasse gepaart mit dezenter Süße. Dazu kommt nun auch eine Spur süße Tabakblätter. Die Kokosnussaromen sind auch noch da. Am Glasrand erhasche ich wieder Vanille und ganz minimale Holzaromen. Die Verdünnung hat ihn nun etwas mehr geöffnet. Im Hintergrund erkenne ich nun Jod und eine Spur Rauch. Auch rieche ich eine süße Frucht die ich absolut nicht einordnen kann. Flambierte Bananen? Ganz schwach entschweben dem Glas dezente Anisaromen, die aber in diesem Mix nicht deutlich hervorstechen, wie man es z.B. von Port Mourant her gewohnt ist.
Gaumen:Der Alkohol drescht geballt auf den Gaumen ein. Der Rum selbst füllt den gesamten Mundraum. Allerdings ist dieser so kompakt, dass es sehr schwer ist einzelne Aromen herauszupicken. Ich schmecke leichte Anflüge von Melasse, Tabak, Leder und auch Anis. Ob diese Vom Fass oder von der Still sind kann ich im Moment nicht sagen. Nach einigen Sekunden wird der Rum leicht salzig. Ich schmecke nun auch dunkle Gewürze und minimale Holzaromen. Kein Vergleich zum Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO. Hier ist absolut keine Bitterkeit vorhanden. Allerdings ist die Süße auch sehr gering.
Der Alkohol brennt nun deutlich sanfter am Gaumen. Dennoch sind es immer noch ca. 54%vol! Ich schmecke auch Karamell, vermischt mit Zuckerrohr und leichte Anklänge von Anisaromen. Diese Kombination hatte ich so gesehen denke ich noch nie in einem Glas. Ich bin überrascht. Auch schmecke ich hier nun ganz schwach natürliche Kokosnuss-Aromen und den süßen Tabak aus der Nase. Jod und ganz schwache Holzaromen bereichern diesen Eindruck am Gaumen. Auch dunkle Gewürze und Nelken. Der Rum gewann deutlich mit der Verdünnung an Qualität. Diese Kombination fasziniert mich.
Abgang:Dunkle Gewürze mit minimalen rauchigen Anklängen bilden den Anfang. Nach kurzer Zeit huschen Jod, Leder und Holzaromen über den Gaumen. Ganz kurz blitzen auch Mangos auf. Ich schmecke auch leichte Melassearomen. Der Abgang ist mittellang. Auch hier ist keine Bitterkeit zu schmecken. Der Rum ist eher insgesamt leicht süßlich. Aber der Alkohol sollte absolut nicht unterschätzt werden!
Süßes Zuckerrohr mit Karamell bilden den Anfang des Abgangs. Danach kommen schwache Melassearomen, alte Tabakblätter und Nelken zum Vorschein. Der Rum schmeckt nun spürbar süßer. Ich mag diesen Mix aus Nelken, Zuckerrohr und Karamell. Wieder absolut keine Spur von Bitterkeit vorhanden. Am Ende verbleibt nur noch ein Hauch von Nelken und Jod am Gaumen.
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Fazit:Wie lautet nun mein Fazit bezüglich dieser Abfüllung? Well done, Luca Gargano! Endlich mal ein eindeutig zu identifizierender Rum aus der Enmore Coffey Still mit dem Mark E.H.P., welcher auch noch eine sehr hohe Qualität besitzt. Diese Abfüllung, obwohl doch wesentlich jünger, ist dem Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO in meinen Augen haushoch überlegen. Die Reifung hat den Rum positiv ergänzt und nicht zu sehr dominiert. Ich denke ich werde den Rum nach diesem Review versuchsweise mal auf 46%vol verdünnen um zu sehen, ob er dadurch noch mehr an Profil gewinnt. Mit voller Drehzahl ist er am Gaumen schon eine echte Herausforderung für den Connaisseur. Da hatte ich schon vergleichsweise mildere Rums mit einer ähnlichen Trinkstärke im Glas. Allerdings gibt es einen großen Wermutstropfen: Der Preis mittlerweile gestiegen und die Anzahl der Quellen erheblich gesunken. Mir ist nur noch eine in Italien bekannt. Neben dieser Abfüllung wurden im Jahre 2007 auch noch zwei weitere mir bekannte Abfüllungen von Velier auf den Markt gebracht. Einmal den Velier La Bonne Intention Full Proof Old Demerara 9 YO und den Velier Versailles Full Proof Old Demerara 9 YO. Beide Rums werden hier beizeiten noch auf dem Blog vorgestellt. Gerade der erste Rum ist etwas besonderes für mich. Ist er doch der einzige Rum mit des Stils (Mark) L.B.I., welcher sich in meinem Besitz befindet. Vielleicht beehrt uns Herr Gargano noch mit einer weiteren Abfüllung dieser verlorenen Destillerie, welche sich an der Ostküste Demeraras befand.
Diese Abfüllung aus der Enmore Coffey Still war ihr Geld wert. Würde es sie auch noch zahlreicher geben, dann gäbe es hier auch glatt eine Kaufempfehlung. Der beinahe Ausverkauf macht diese aber mehr als überflüssig. Sollten sie den Rum für einen erschwinglichen Preis erwerben können, dann zögern sie nicht. Dieser Rum repräsentiert einen Rum-Stil, den es schon seit dem 19. Jahrhundert gibt und dessen eigentliche Destillerie seit 1995 endgültig verschwand. Letzteres ist dank dem Erhalt der Brennblasen allerdings verschmerzbar und dürfte nur für Sammler von Bedeutung sein. Ich betrachte die Verkostung dieses kleinen Schatzes wieder mal als ein besonderes Privileg und wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!
Marco
Marco
Fazit:Wie lautet nun mein Fazit bezüglich dieser Abfüllung? Well done, Luca Gargano! Endlich mal ein eindeutig zu identifizierender Rum aus der Enmore Coffey Still mit dem Mark E.H.P., welcher auch noch eine sehr hohe Qualität besitzt. Diese Abfüllung, obwohl doch wesentlich jünger, ist dem Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO in meinen Augen haushoch überlegen. Die Reifung hat den Rum positiv ergänzt und nicht zu sehr dominiert. Ich denke ich werde den Rum nach diesem Review versuchsweise mal auf 46%vol verdünnen um zu sehen, ob er dadurch noch mehr an Profil gewinnt. Mit voller Drehzahl ist er am Gaumen schon eine echte Herausforderung für den Connaisseur. Da hatte ich schon vergleichsweise mildere Rums mit einer ähnlichen Trinkstärke im Glas. Allerdings gibt es einen großen Wermutstropfen: Der Preis mittlerweile gestiegen und die Anzahl der Quellen erheblich gesunken. Mir ist nur noch eine in Italien bekannt. Neben dieser Abfüllung wurden im Jahre 2007 auch noch zwei weitere mir bekannte Abfüllungen von Velier auf den Markt gebracht. Einmal den Velier La Bonne Intention Full Proof Old Demerara 9 YO und den Velier Versailles Full Proof Old Demerara 9 YO. Beide Rums werden hier beizeiten noch auf dem Blog vorgestellt. Gerade der erste Rum ist etwas besonderes für mich. Ist er doch der einzige Rum mit des Stils (Mark) L.B.I., welcher sich in meinem Besitz befindet. Vielleicht beehrt uns Herr Gargano noch mit einer weiteren Abfüllung dieser verlorenen Destillerie, welche sich an der Ostküste Demeraras befand.
Diese Abfüllung aus der Enmore Coffey Still war ihr Geld wert. Würde es sie auch noch zahlreicher geben, dann gäbe es hier auch glatt eine Kaufempfehlung. Der beinahe Ausverkauf macht diese aber mehr als überflüssig. Sollten sie den Rum für einen erschwinglichen Preis erwerben können, dann zögern sie nicht. Dieser Rum repräsentiert einen Rum-Stil, den es schon seit dem 19. Jahrhundert gibt und dessen eigentliche Destillerie seit 1995 endgültig verschwand. Letzteres ist dank dem Erhalt der Brennblasen allerdings verschmerzbar und dürfte nur für Sammler von Bedeutung sein. Ich betrachte die Verkostung dieses kleinen Schatzes wieder mal als ein besonderes Privileg und wünsche Euch allen einen schönen Sonntag!
Marco
PS Es gibt seit letzte Woche zwei neue Unabhängige Abfüller (Velier & Samaroli)
mit einer kleinen Liste ihrer Rums auf dem Blog. Kleine Updates wie
dieses werden nicht groß angekündigt, sondern erfolgen quasi nebenbei.
Warum? Wir wollen nicht aus jeder kleinen Mücke einen Elefanten machen.
Auch wenn deren Inhalte aktualisiert werden gibt es kein großes Theater
hierüber. Die nächsten Wochen und Monate werden noch weitere folgen, so
bald ich hierfür die Zeit finde. Schaut einfach gelegentlich mal vorbei
und seht ob sich schon etwas getan hat. ;)
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Greetings dear readers!
Welcome to a new Review
on Barrel-Aged-Mind. Todays review is a rum with “Enmore” on the
label. Technically, however, there can be no further rums coming
from this distillery. It was closed down 1993-1995 and all stills
there were sent to the Uitvlugt Distillery.
The
Bottling:
This
rum was distilled in Uitvlugt in 1998. Two years later the Uitvlugt
Distillery was no more and all the stills from there came to the
Diamond Distillery (Demerara Distillery Limited = DDL). So not a real
Enmore? Let me put it this way: If there is a rum with the historical
justification of this name on the label, then it's this bottling.
Why am I so sure about this?
The Mark on the barrel of this bottling was nothing less than E.H.P..
This is the namesake and
founder of the putative Enmore plantation Edward
Henry
Porter.
In my article to the
distilleries in Guyana I have already pointed out that his father
Thomas Porter already possessed this plantation, but the lot itself
had not a name at this time. It could even be his very first
plantation.
This
rum-style (E.H.P.) is to be according Velier a more powerful version
of the rum-style E.L.C.R. (Enmore Light Coloured rum). I
had already presented the Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara
16 YO on the blog. I
personally did not like this bottling. I felt the rum itself was
either too weak for a tropical storage or the barrel was too strong
and influenced the rum to stark. In
any case it contained, for my taste, too dominant barrel flavours,
which obviously appeared on the palate after a dilution of the rum.
A more powerful version of the
Enmore Coffey Still has been very long on my radar.
However, but I had not found a
bottling with this Mark. There was a bottling Moon Import, the
Demerara Rum 1994 Sherry Wood (1994 - 2001) 7 YO (780 bottles) on
which was written on the label “E.H.P. Distillery”, but that was
it for the most part. This statement is actually not entirely
correct, but that is another topic. Otherwise there was really no
bottling, on which this Mark was clearly written and stated. My
search was fruitless until I found this bottling of Velier in Italy
and I sent an email to the shop-dealer regarding the mark of the
barrel. As the shop-dealer told me that E.H.P. Was mentioned I did
not hesitate a minute and secured a bottle of this rum. The
bottling consisted of only one barrel, which produced 265 bottles.
After my last personal check of Velier (with the personal setback
after the Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO) I expect
a redress with this rum. ;)
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Tasting
Velier Enmore 1998 Full Proof Old Demerara 9 YO:
Price:
I bought my
bottle for €97.60 without shipping charges. This is actually very
exaggerated for only 9 years maturation in the barrel. But if I keep
the cask strength and almost twice the maturity in continental years
in mind, then I can easily bear the price.
Age:
This
rum was distilled
in 1998 and bottled in May of 2007. The official age is 9 years. It
was matured in Guyana's tropical climate.
ABV:
The rum was a
cask strength bottling. This strength was even after 9 years in the
tropics still at 64.9%abv. I will dilute again a sample of the rum
(approx. 54%abv) in order to elicit more flavour.
Process
of distillation:
There
is a Wooden
continuous still mentioned as the origin of this rum. Herewith the
Enmore Coffey Still is meant, which stood at Uitvlugt in 1998.
Colour:
The Rum
shines in a very dark-amber-like colour. Is the tropical aging of 9
years solely responsible for this? If yes, then I am in for a wooden
bomb again.
Viscosity:
The rum flows
very slowly down to the glass and forms thick drops on the wall. The
rum is very oily for 9 years.
Nose:
The rum is
very dense. I smell a very compact mass of flavours from which I can
only catch elusive individual impressions. A
little away from the edge of the glass I smell faints of vanilla
mixed with leather. The further you come closer to the glass, the
more you will recognize a slight sweetness mixed with molasses.
There are also very weak and
very shy coconut flavours. These impressions are really very subtle
and difficult to detect. You can briefly catch a basket full of
exotic fruits if you swing the glass a little bit and immediate dip
the nose right into it. Now after half an hour I smell also aniseed
aromas. The odor impressions will get more intense with additional
time. It does not get simpler. Let us add some water and see what
happens.
With
water added the flavors are now better to identify. I smell again
molasses paired with a subtle sweetness. In
addition to this there is also a trace of sweet tobacco leaves. The
coconut flavours are still present. At the edge of the glass I again
'catch' faints of vanilla and quite minimal oak aromas. The
dilution has opened up the rum. I now recognize iodine and a hint of
smoke in the background of the flavour-profile. I also smell a sweet
fruit that I can not identify. Maybe flambéed bananas?
Very faint but subtle aniseed
aromas are eluding from the glass, but do not stand out clearly in
this mix, as for an example of the aniseed aromas of Port Mourant's
used to be.
Palate:
The alcohol is
punching wildly on the palate. The rum itself fills the whole mouth
with its presence. However, it is so compact that it is very
difficult to pick out individual flavours. I taste little hints of
molasses, tobacco, leather and anise. Whether
they are from the barrel or from the Enmore Coffey still, I can not
say at the moment. After a few seconds the rum is slightly salty. I
now taste dark spices and minimal oak aromas. No comparison to the
Velier Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO. There is absolutely
no bitterness. However, the sweetness is also very low. Very well
balanced and tasty.
The
alcohol burns now much softer on the palate. Nevertheless, there are
still about 54%abv in the mouth! I taste caramel mixed with sugar and
light hints of aniseed aromas. I had never before this kind of
combination in the glass I think. I'm surprised. Also I taste here
are quite weak natural coconut flavour (!?) And the sweet tobacco
from the nose. Iodine and very weak wood flavours enrich this
impression on the palate. And dark spices and cloves. The Rum has won
clearly with the dilution and did gain more quality. This combination
fascinates me.
Finish:
Dark spices
with minimal smoky notes form the beginning. After a short time
scurrying iodine, leather and wood flavours on the palate. Very
briefly there are mangoes. I taste a little molasses too. The finish
has a medium length. Again, no bitterness to taste. The rum has more
a slightly sweetness. But the alcohol should absolutely not be
underestimated!
Sweet
caramel and sugar cane are form the beginning of the finish with
water added. Then weak aromas of molasses, old dry tobacco leaves and
cloves. The Rum tastes now noticeably sweeter. I like the mix of
cloves, sugar cane and caramel. Again, absolutely no trace of
bitterness in the flavour-profile. In the end, all that remains is a
hint of cloves and iodine on the palate.
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Conclusion:
Well, what is
my conclusion regarding this bottling? All I want to say is: Well
done, Luca Gargano! Finally a uniquely identifying rum from the
Enmore Coffey Still with the Mark EHP, which also has a very high
quality. This bottling, although still much younger as the Velier
Enmore 1995 Full Proof Old Demerara 16 YO is vastly superior in my
opinion. The maturation adds positive to the rum and is not too
dominating. I think I will tentatively dilute the rum after this
review down to 46%abv to see if he thereby increases its
flavour-profile. At full speed on the palate it is already a real
challenge for the connoisseur. I already had comparatively milder
rums with a similar drinking strength in the glass. However, there is
a big drawback: The price have gone up and the number of sources is
down at large. I am only know one source in Italy. In addition to
this bottling also two other known bottlings of Velier are known to
me which were also released in 2007. The Velier La Bonne Intention
Full Proof Old Demerara 9 YO and the Velier Versailles Full Proof Old
Demerara 9 YO. Both rums will be reviewed in time on this blog.
Especially the first rum is special to me. Is he really the only rum
with the style (Mark) LBI, which is in my possession. Perhaps Mr.
Gargano graced us with yet another bottling of this lost distillery,
which was located on the east coast Demeraras.
This
bottling from the Enmore Coffey Still was worth all the money. Would
it still be more numerous available, then I would give this bottling
a buy recommendation. The near-sellout makes this more than
unnecessary. If you can get the rum for an affordable price like I
did, then do not hesitate.
This
one represents a rum-style that has been around since the 19th
century and its actual distillery finally disappeared since 1993-5.
The latter is due to the receipt of stills produce-able, however, and
should only for collectors be of importance. I consider this tasting
as a little treasure again and as a special privilege. I wish you all
a good Sunday!
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